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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Klares Nein zu Antisemitismus

11.11.2019

Varel Der Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 haben am Samstag in Varel rund 200 Bürger gedacht. Erstmals nahmen Schülerinnen und Schüler des Lothar-Meyer-Gymnasiums (LMG) direkt an der Gedenkveranstaltung am Synagogendenkmal an der Osterstraße teil. Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner freute sich, „dass diese Veranstaltung über die Jahre hinweg immer lebendiger geworden ist“.

Für die Zehntklässler sind die Pogromnacht, deren Hintergründe und Folgen auch Thema im Lehrplan. Die schrecklichen Ereignisse, in deren Verlauf die Vareler Synagoge gebrandschatzt und jüdisches Eigentum zerstört wurden, seien Mahnung für die Gegenwart und Zukunft und dürften sich nicht wiederholen, sagte Gerd-Christian Wagner.

Auch Kurt Schultze vom Kreisvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) war bei dem Gedenken dabei. „Der Anschlag von Halle zeigt uns, dass in Deutschland – inmitten unserer Gesellschaft – Fremdenhass und Antisemitismus an Raum gewinnen. Das ist eine verhängnisvolle Entwicklung“, mahnte er.

„Ist Freiheit schon langweilig geworden, weil sie uns so selbstverständlich vorkommt?“, fragte der stellvertretende Landrat Reinhard Onnen-Lübben. Er sagte: „Wir alle haben das ,Nie Wieder’ schon tausendmal gehört, aber wir dürfen nicht müde werden, es wach zu halten.“ Schüler Keno Weltzien vom LMG verdeutlichte am Beispiel zweier Familien aus Varel die menschenverachtende Vorgehensweise der Nationalsozialisten gegen die jüdischen Mitbürger. Gerd-Christian Wagner forderte: „Unsere Demokratie muss wachsam beschützt werden. Niemand will in einer Diktatur aufwachen, weil er es versäumt hat, in der Demokratie für diese zu kämpfen.“ Pastor Tom Oliver Brok erinnerte an die Familie Schwabe, die zum Synagogenbrand schon nicht mehr in Varel war, und sagte: „Unsere Kerzen sind Lichter der Erinnerung an die jüdischen Familien und ein Zeichen der Mahnung, dass sich diese grausame Geschichte nicht wiederholt.“ Er forderte alle auf, deutlich die Stimme zu erheben und nicht zu schweigen.

Für einen feierlichen musikalischen Rahmen sorgte die Musikklasse 8 b des Gymnasiums.

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