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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Wenn Ärger im Netz plötzlich real wird

21.09.2019

Varel Im Netz ist nicht alles so wie es scheint – und das kann im realen Leben reale Folgen haben. Wie das aussehen kann, hat der Wilhelmshavener Autor Olaf Büttner in seinem Buch „Ins Netz gegangen“ beschrieben. Büttner war im Zuge der 51. Niedersächsischen Literaturtage in Varel und Dangast zu Gast in der Oberschule Varel und las dort vor Schülern der fünften Klassen aus seinem Werk.

In dem Buch geht es um Cybermobbing. Lisa und ihre Freundin Frieda werden auf eine neue Seite im Netz aufmerksam. „QM“ heißt sie und auf ihr können Nutzer Bilder hochladen, die dann von anderen anonym kommentiert werden können. Der Clou: Solange derjenige, der das Bild hochgeladen hat, nicht auf die Kommentare antwortet, bleibt der Chat der Öffentlichkeit verborgen. Aber eine unbedachte Antwort reicht, und jeder kann mitlesen.

Am Anfang ist Frieda selbst fies zu anderen. Nachdem sie selbst ein Bild hochgeladen hat, wird aber auch sie mit gemeinen Kommentaren überhäuft. Dann wird es unheimlich: Jemand stalkt sie und kennt sie offenbar persönlich. Frieda und Lisa müssen etwas unternehmen.

Nach der Lesung hatten die Schüler Gelegenheit, Fragen zu stellen. Eine Frage, die vielen unter den Nägeln brannte: Wie ist der Autor überhaupt auf die Idee für seine Geschichte gekommen? Das Thema ist dem Autoren gar nicht so fern: „Ich habe zwei Berufe“, erklärte Olaf Büttner. Denn der 63-Jährige ist nicht nur Buchautor, sondern auch Sozialpädagoge in Wilhelmshaven. Bei seiner Arbeit habe er schon mitbekommen, dass sich Jugendliche übers Netz teilweise übel beleidigen. „Das war ein Thema für mich“, sagt er. Als dann auch noch ein Anfrage vom Verlag kam, etwas dazu zu schreiben, war das der Startschuss für die Geschichte.

Die im Buch benannte Seite „QM“ gibt es aber nicht wirklich. „Ich habe mich vorher lange mit einer Medienpädagogin unterhalten, die mir von einer ähnlichen Seite erzählt hat“, sagt der Autor. Die Idee habe er dann für sein Buch adaptiert.

Die Schüler zeigten sich neugierig, wollten wissen, wie lange man an so einem Buch schreibt und wie lange der Autor überhaupt schon schreibt. Und da hatte Olaf Büttner eine überraschende Antwort: „Ich habe mir das Schreiben mit fünf Jahren selbst beigebracht und meine erste Geschichte geschrieben, bevor ich zur Schule gegangen bin.“ Bis zum ersten Buch hat es dann aber doch noch eine ganze Weile gedauert. Das veröffentlichte Olaf Büttner mit 35 Jahren.

Er war nicht der einzige Autor, der am Freitagvormittag vor Vareler Schülern las: Hardy Krüger war ebenfalls in der Oberschule zu Gast, am Lothar-Meyer-Gymnasium lasen Marion Poschmann und Regula Venske.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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