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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Das ist aus ihren Träumen geworden

15.06.2018

Varel Bereits vor 50 Jahren hat der „Gemeinnützige“ die Abiturienten gefragt, was sie später werden wollen. Als Rainer Kokoschka jetzt ein Foto vom Klassentreffen des Abiturjahrgangs 1968 an den Gemeinnützigen geschickt hat, haben wir bei Abiturienten von vor 50 Jahren nachgefragt, ob sie ihre Träume verwirklicht haben.

Traumberuf Lehrer

37 junge Frauen und Männer haben 1968 am Gymnasium in Varel ihr Abitur bestanden. Ein Berufswunsch war 1968 vorherrschend: Lehrer. Besonders bei den zwölf Frauen war das der Traumberuf Nummer eins, aber auch bei den Männern stand der Lehrerberuf hoch im Kurs. Auf Platz Nummer zwei stand der Arztberuf.

Wie Udo Püschel und Otto Hillebrand, die beide Arzt geworden sind, haben die meisten aus dem Jahrgang 1968 den gewünschten Weg eingeschlagen, andere wie Rainer Kokoschka haben erstmal irgendeinen Berufswunsch angegeben und die Bundeswehrzeit als Orientierungsphase genutzt und sich dann für ein Studium entschieden.

Fast alle berufstätig

Egal, welchen Beruf sie eingeschlagen haben, gemeinsam haben die Absolventen des Abiturjahrganges 1968, dass fast alle bis zum Ruhestand durchgängig berufstätig waren – auch die Frauen. Zwei Schüler aus dem Jahrgang 1968 waren im Ausland erfolgreich: Sabine Marks in den USA und Rolf Koch in Thailand.

Sie waren dabei, als der Jahrgang 1968 jetzt im Tivoli sein Abijubiläum gefeiert hat. Sie besichtigten ihre alten Klassenräume und den alten Kunstsaal, Wirkungsstätte des mittlerweile verstorbenen, legendären Kunsterziehers Gerd Kleimann. Fast jeder konnte eine Begebenheit aus dem Schulalltag und besonders aus dem Kunstunterricht erzählen.

Gerold Wilksen
:


„Rechtspfleger“. Diesen Berufswunsch hat Gerold Wilksen nach dem Abitur angegeben. „Das ist was mit Recht und Ordnung, das hörte sich gut an“, sagt Gerold Wilksen. Er lebt heute in Zetel und hat dort 40 Jahre lang als Lehrer gearbeitet. Zuerst hatte er die Volksschule besucht und später die Realschule in Rastede. „Mein Vater war Gärtnermeister, in unserer Familie war es nicht selbstverständlich, zur weiterführenden Schule zu gehen“ , sagt er. Nach der 10. Klasse wechselte er aufs Lothar-Meyer-Gymnasium; nach dem Abi musste er erstmal zur Bundeswehr. In dieser Zeit lernte er seine heutige Frau kennen und beschloss, in der Region zu blieben und studierte Lehramt in Oldenburg – als erster in der Familie.

Rolf Koch:


„Spielleiter“ hat Rolf Koch 1968 im Gemeinnützigen als Berufswunsch angegeben. Er hatte in der Theater-AG des Gymnasiums mitgespielt und wollte nach dem Abi als Dramaturg ans Theater. In Berlin studierte er Theaterwissenschaften und Germanistik. 1971 kam er als Student zurück an die Schule, um dort mit der Theater-AG Molière im Allee-Hotel aufzuführen. Nach dem Studium arbeitete er am Theater „Der Balkon“ in Berlin. Er nahm sich eine Auszeit und entwickelte eine Geschäftsidee. 1978 gründete er in Berlin ein Reisebüro, „Rolf Kochs Reisekontor“, das auf Pauschalreisen nach Thailand spezialisiert war. Im Alter von 26 Jahren wanderte er nach Thailand aus, wo er in vielen Bereichen aktiv und erfolgreich war: Er gründete ein Reisebüro, einen Pub, ein kleines Hotel, eine Wurstmanufaktur und eine Autobahnraststätte. Auf Wunsch seines heute 19-jährigen Sohnes kam Rolf Koch vor fünf Jahren zurück nach Varel.

Sabine Kellet:


„Lehrerin“ hat Sabine Marks 1968 im Gemeinnützigen als Berufswunsch angegeben. Sie hat zwar Sport und Englisch auf Lehramt studiert, aber nie als Lehrerin gearbeitet. Sie war 1966, zwei Jahre vor dem Abi, als Austauschschülerin in den USA und hat dort ihren späteren Mann kennengelernt. Nach dem Abitur studierte sie in Münster, als sie mit 21 Jahren volljährig wurde, wanderte sie in die USA aus, heiratete und arbeitete bis vor vier Jahren im Management eines großen Krankenhauses.

Rainer Kokoschka:


„Berufsoffizier“ hat Rainer Kokoschka im Juni 1968 als Berufswunsch angegeben. „Mir ist damals nichts Besseres eingefallen“, sagt der Vareler heute. Er absolvierte nach dem Abitur seinen Wehrdienst beim Bundesgrenzschutz. „Das war eine wichtige Findungsphase“, sagt er. Nach dem Wehrdienst entschied er sich für ein Studium. Er studierte Jura und Publizistik, spezialisierte sich aber später auf Jura und wurde nach seinem Studium Richter. Rainer Kokoschka hat 30 Jahre am Amtsgericht Varel als Richter gearbeitet.

Annette Borns
:

„Journalistin nach Soziologiestudium“ hat Annette Borns als Berufswunsch angegeben. Soziologie hat sie studiert, Journalistin ist sie aber nie geworden. Bis vor vier Jahren war sie zwölf Jahre Kultursenatorin in Lübeck. Zuvor hatte die Diplom-Soziologin unter anderem als Dozentin für Sozialkunde an einer beruflichen Privatschule, als Leiterin der Volkshochschule Lünen und als Kulturamtsleiterin der Stadt Lünen gearbeitet.

Traute Börjes-Meinardus
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2502
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