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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Schüler wollen Chancengleichheit

08.09.2017

Varel Was wollen Jugendliche eigentlich von den Kandidaten für die Bundestagswahl wissen? Schüler der Berufsbildenden Schulen Varel haben am Donnerstag eine Podiumsdiskussion in der Aula der Oberschule organisiert. Zu Gast waren Hans-Werner Kammer von der CDU, Siemtje Möller von der SPD, Alexander von Fintel von den Grünen, Holger Onken von den Linken, FDP-Kandidat Hendrik Theemann und der Kandidat der Alternative für Deutschland, Achim Postert. Die Schulaula war voll besetzt.

Passend zur Schule war das Oberthema Bildung. Die Schülermoderatoren Dominik Helms und Timo Onken wollten denn auch als erstes wissen, wie die Chancen aufs Abitur für alle verbessert werden könnten.

Die Meinungen der Kandidaten gingen weit auseinander. Während Holger Onken forderte, die Schüler lange zusammen zur Schule zu schicken, setzte sich Hendrik Theemann für das Gegenteil ein. „Ich glaube, das ist kontraproduktiv. Wir müssen frühzeitig in den Grundschulen die Weichen stellen.“ Siemtje Möller sprach sich dafür aus, dass Bildung von der Kita bis zum Meistertitel kostenlos sein sollte. Nur so könne Chancengleichheit hergestellt werden.

Auch Achim Postert setzte sich dafür ein, Bildung kostenlos anzubieten. Allerdings sollten seiner Meinung nach die Kinder in den Schulen je nach Begabung noch früher getrennt werden. Alexander von Fintel kritisierte das Wahlprogramm der CDU. Dort stehe, dass der Schlüssel zur Bildung im Elternhaus liege. „Die finden das ok.“ Außerdem sagte er: „Eine Partei will, dass wir alle dumm bleiben. Aber die AfD werdet ihr ja sowieso nicht wählen.“

CDU-Kandidat Kammer konterte: „Wir haben gerade gemerkt, wie wichtig gute Bildung ist. Herr von Fintel hätte weiterlesen sollen.“ Der Ansatz der CDU sei, dafür zu sorgen, dass die Eltern gute Einkommen haben, damit sie ihren Kindern gute Bildungschancen eröffnen könnten. Außerdem forderte er, auf Dauer die Bildungsstandards über den Bund anzugleichen.

Auch Holger Onken setzte sich für ein stärkeres Engagement des Bundes bei der Bildung ein. „Aber die Länder sollten trotzdem eine gewisse Selbstständigkeit haben.“ Hendrik Theemann sprach sich dafür aus, alle Ebenen bei der Bildungspolitik einzubeziehen. „Bildung gehört auf Bundes-, Landes- und Kreisebene. Aber wir müssen die Inhalte harmonisieren. Es kann nicht sein, dass die Schüler in reichen Bundesländern eine bessere Ausbildung bekommen.“

Alexander von Fintel erhofft sich „mehr Ruhe im System“, wenn der Bund sich stärker bei der Bildung engagiere. „Die Bildung ist immer ein Spielball der Politik. Jeder Bildungsminister schafft es, sich schnell unbeliebt zu machen.“

Außerdem wurde über den Fachkräftemangel besonders in sozialen Berufen gesprochen. Wie kann man solche Berufe attraktiver machen? Holger Onken bemängelte, dass heute viele nur noch befristete Verträge bekommen. Das und schlechte Bezahlung machten den Beruf unattraktiv. „Wenn man zum Beispiel eine Erzieherin ordentlich bezahlen will, dann kostet das Geld.“ Das könne man nur bezahlen, wenn man die sehr hohen Vermögen in Deutschland besteuere – ohne dabei Einfamilienhäuser und Altersvorsorgen zu treffen.

Hans-Werner Kammer warf Onken daraufhin vor, eine Neiddebatte zu führen. Das Problem sei die zu geringe Geburtenzahl. Siemtje Möller warf ein, dass man dem Fachkräftemangel auch mit Wegen zu legaler Zuwanderung begegnen könnte.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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