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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Sie dürfen hier weiter Sport treiben

29.08.2019

Varel Jubel bricht aus, als Sportlehrer Christian von Lindern am Mittwochmorgen seinen Schülern verkündet, dass das Waldstadion für den Schulsport erhalten bleiben soll. Er ist mit der Klasse 7 c des Lothar-Meyer-Gymnasiums ins Waldstadion gekommen und die Schüler genießen die Atmosphäre.

„Hier ist so viel Natur und man kann auch durch den Wald joggen“, sagt die zwölfjährige Meret und der elfjährige Marlon verbindet mit dem Waldstadion positive Erinnerungen: „Hier habe ich früher schon mein Sportabzeichen gemacht.“ Auch Christian von Lindern ist froh, dass die Sportstätte erhalten bleibt für den Schulsport und die Sportfeste: „Ich freue mich, dass sich die Politik doch entschieden hat, das Stadion zu erhalten.“

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Schreckensszenario für Bürger

Das Waldstadion an der Windallee in Varel soll als Sportstätte für den Freizeit- und Schulsport erhalten bleiben und der Vereinssport zukünftig vorrangig an anderen Standorten – insbesondere im neuen Sportpark Langendamm – stattfinden. Das sieht der Entwurf des Förderantrags für den Sportpark Langendamm vor, für den sich der Planungsausschuss der Stadt Varel am Dienstagabend mit einer großen Mehrheit ausgesprochen hat. Lediglich die Gruppe G 6 stimmte dagegen.

Auch der Schotterplatz und die Rasenfläche bei der Deharde-Turnhalle sollen nicht verkauft und der Sportpark soll mit dem in Aussicht gestellten Bundeszuschuss in Höhe von vier Millionen Euro und allgemeinen Haushaltsmitteln finanziert werden. Etwa acht Millionen Euro wird der neue Sportpark inklusive Grunderwerb kosten.

Die Verwaltung wird jetzt den Entwurf des Förderantrags einreichen und am 30. September wird Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ein Koordinierungsgespräch führen.

Viele Lehrer, Eltern, Schüler und andere Bürger waren am Dienstag ins Rathaus Langendamm gekommen und sprachen sich in der Einwohnerfragestunde für den Erhalt des Waldstadions aus. „Wir haben wahrgenommen, dass die Aufgabe des Waldstadions von großen Teilen der Bevölkerung nicht gewollt ist“, sagte SPD-Fraktionssprecher Jürgen Bruns. Der ursprüngliche Plan war, Waldstadion und umliegende Flächen zu verkaufen, um damit einen teil des neuen Sportparks in Langendamm zu finanzieren. „Ich hoffe, dass wir jetzt einen Kompromiss gefunden haben, mit dem allen geholfen ist“, sagte Bruns, gab aber auch zu bedenken, dass der Kompromiss zu Lasten des allgemeinen Haushalts geht: „Wir werden das eine oder andere nicht mehr realisieren können.“

Olaf Freitag, stellvertretender Bauamtsleiter, und Kämmerer Jens Neumann rechneten vor, wie der neue Sportpark finanziert werden soll: Vier Millionen sollen aus Fördermitteln kommen, 1,1 Millionen aus dem Verkauf von Gewerbeflächen, 2 Millionen als Darlehen aus der Kreisschulbaukasse, 750 000 Euro sind im Haushalt bereitgestellt. Bleiben 104 000 Euro, die noch zu finanzieren sind.

Der Entwurf sieht vor, dass im Sportpark Langendamm ein Leichtathletikstadion mit einem Naturrasenplatz für Rasenmannschaftssport (Fußball, Rugby etc.) entstehen soll, zudem ein Kunstrasenspielfeld, ein Beachvol-leyballfeld, ein Basketball-/Badmintonbereich als Kunststofffeld, ein Bikeareal, ein Spielplatz sowie ein Vereinsheim samt Sanitär- und Umkleidebereich. Die konkrete Projektplanung und der Förderantrag müssen bis Mitte November eingereicht werden, im Vorfeld der eigentlichen Antragstellung steht am 30. September das Koordinierungsgespräch an. Die Realisierung könnte sich bis etwa 2023 hinziehen, so Olaf Freitag.

Für die anschließende Neugestaltung des Waldstadions haben die Siebtklässler schon Ideen: „Ein Outdoor-Bodentrampolin wäre klasse“, sagt Lin.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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