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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Talentcampus Friesland: Viel über die Zukunft gelernt

03.09.2015

Jever Es wurde gebastelt, gekocht, genäht, gefilmt, gelacht. Und alle sind sich in der Abschlussrunde einig: „Im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei.“ Der Abschied fällt den 30 Kindern und Jugendlichen nicht leicht von dem diesjährigen Talentcampus Friesland. So viel Spaß hat es allen bereitet.

Wie berichtet, fand in diesem Jahr zum zweiten Mal der Talentcampus im Jugendzentrum Jever statt, in dem Kinder und Jugendliche sich mit Visionen der Zukunft beschäftigten. In zehn Tagen haben sich die Kinder mit Fragen beschäftigt, wie: Was brauchen die Menschen zum Leben? Was wünsche ich mir für mein Leben? Was stört mich an unserer Gesellschaft? Und was brauche ich selbst wirklich?

Verschiedene Gruppen

Die Herangehensweise war ganz verschieden: Geeske war zum Beispiel in der Theatergruppe, die ein eigenes Stück zum Thema „Flüchtlinge“ aufgeführt hat. „Dabei haben wir in verschiedenen Zeiten gespielt, einmal die Situation 1945, dann die jetzige, aber auch, wie es in der Zukunft aussehen könnte“, erzählt die 13-Jährige. „Dabei ging es auch darum, wie Rassisten mit Flüchtlingen umgehen. Das ist nicht schön. Aber ich habe viel dazugelernt“, sagt sie.

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Eine andere Gruppe hat zwei Filme und Interviews gedreht, die in der Schule spielten. „Ein großes Thema war zum Beispiel Ungerechtigkeit“, sagt Freya, die die Rolle einer Schülerin in dem Film übernahm. „Unsere Lehrerin hat einige bevorzugt behandelt und andere ständig ausgeschimpft.“

Sich in selbstgebastelten Masken präsentiert hat eine Gruppe, in der auch Lena war. „Wir haben Masken aus Gips gebastelt, durften uns verkleiden und haben verschiedene Wesen dargestellt“, so die Zehnjährige. „Es war eine Art Stumm-Theater, das hat viel Spaß gemacht.“

Marie war in einer „Dokumentations-Gruppe“. „Dabei haben wir gezeigt, was wir die ganze Woche über so gemacht haben“, erzählt die Elfjährige. Sie selbst hat die Rolle der Moderatorin übernommen – das hat ihr viel Spaß gemacht. „Dabei ging es unter anderem auch um das Repair-Café.“ Dort ging es vor allem um das Thema Nachhaltigkeit: Es wurden zum Beispiel Kleidung oder technische Gegenstände repariert.

Eine Kochgruppe hat sich zudem mit scheinbar „schlechten“ Lebensmitteln beschäftigt und etwas daraus gekocht.

„Wir haben Lebensmittel gerettet, die einige Menschen so vielleicht weggeschmissen hätten. Doch nur, weil irgendwo zum Beispiel eine braune Stelle ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht mehr essbar ist“, erzählt Freya, die einiges zu diesem Thema dazugelernt hat. „Zusammen haben wir dann aus diesen Lebensmitteln Kuchen, Salate und Flammkuchen zubereitet.“

Ergebnisse vorgestellt

Am Ende haben die Gruppen all ihre Ergebnisse präsentiert. An vier verschiedenen Orten rund um das Jugendhaus stellten sie ihre Stücke und Filme vor, Eltern, Freunde, Bekannte und Verwandte konnten umhergehen und sich alles anschauen.

Die Organisatoren des Talentcampus’ waren Michael Hellbusch (Volkshochschule Friesland-Wittmund), Ina Reesing und Anderas Reiberg (Kunstschule Kiebitz Jever), Detlef Berger (Jugendhaus Jever) sowie Frank Fuhrmann und Nico Schönberger von der Landesbühne Nord/Junge Landesbühne.

Und die haben den Kindern nicht nur geholfen, etwas zu lernen, sondern auch selbst dazugelernt. „Ich war richtig begeistert, wie viel Kraft und Energie in den Kids steckt – wenn man richtig mit ihnen umgeht und sie selbstständig arbeiten lässt“, so Berger. „Es ist interessant zu erleben, wie sie bestimmte Themen sehen, nämlich anders als wir.“

„Wichtig war uns, dass die Kinder selbst Ideen entwickeln und keine Lernatmosphäre wie in der Schule herrscht“, betont Fuhrmann. „Dabei waren alle so offen und haben sich mit lebensnahen Themen auseinandergesetzt“, fügt Reesing hinzu. Und schon jetzt haben sie Ideen für den nächsten Talentcampus – genug Teilnehmer hätten sie schon jetzt allemal.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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