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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Viele Reformen verändern Schule

31.08.2016

Varel Mit einer großen Feier begeht das Lothar-Meyer-Gymnasium (LMG) an diesem Freitag, 2. September, ab 10 Uhr das Jubiläum „175 Jahre höhere Schulbildung in Varel“. Was mit der Eröffnung einer Bürgerschule im Jahr 1841 begann, setzte sich mit dem Aufbau einer Realschule und Oberrealschule fort bis zum Gymnasium in der heutigen Form. Es gab viele Veränderungen. Und es gibt sie noch immer.

Kurse statt Klassen

Tiefe Einschnitte gab es im Schulleben der vergangenen Jahrzehnte. Einer der gravierendsten war die Auflösung des Klassenverbandes in der Oberstufenreform hin zu einem Kurs-System. „Es ging damals um individuelle Bildung und der Förderung von Interessenschwerpunkten“, sagt Schulleiterin Astrid Geisler.

Auch die Einführung der Orientierungsstufe (OS) bedeutete eine Umstellung. Künftig gab es eine neue Schulform mit einer 5. und 6. Klasse. „Sie sollte die Grundschulen entlasten und die Entscheidung treffen, auf welche weiterführende Schule die Kinder gehen“, sagt Rainer Urban, ehemaliger Lehrer und Chronist der Vareler Schulgeschichte.

Die OS wurde im Jahr 2004/2005 wieder aufgelöst, und damit erhöhten sich auch am LMG die Schülerzahlen schlagartig. Dieser Bedarf wurde mit der Einrichtung der Außenstelle in Zetel aufgefangen.

Der Kreistag beschloss jedoch in diesem Jahr, sie auslaufen zu lassen und dann zu schließen. Nach den Sommerferien wurden In Zetel keine 5. Klassen mehr eingeschult.

Neben den formalen, bildungspolitischen Dingen hat sich die Schule auch in sozialer Hinsicht deutlich gewandelt. Vor allem bei deutlich gestiegenen Schülerzahlen (1950 waren 623, 851 im Jahr 1981 und heute 1020). „Mit der veränderten Gesellschaft hat sich auch Schule verändert“, betont Astrid Geisler. Sie entwickelte sich immer mehr zur Ganztagsschule. „In der Schule findet nicht nur Erziehung statt, sondern auch Sozialisierung. Sie ist ein Ort, wo sich die Schüler aufhalten können“, sagt die Rektorin. Es wird nicht mehr nur Unterricht angeboten.

Platz zum Entspannen

Die Pausenhalle wurde 2007 erweitert, ein Jahr später die neue Mensa eröffnet. Und im Zuge der Sanierung (der Landkreis renoviert das LMG bis 2019 für zehn Millionen Euro) sollen weitere Bereiche geschaffen werden, wo sich Schüler aufhalten können.

Auch die Inklusion nimmt an Wichtigkeit zu. „Wir praktizieren sie schon lange“, sagt Astrid Geisler. So sind bereits blinde und hörgeschädigte sowie körperbehinderte Kinder in den Unterricht integriert. „Eine Herausforderung seien aber Schüler mit Problemen im sozialen Lernen. „Damit haben wir noch Probleme“, sagt die Schulleiterin.

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