• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Bildung

Vier Wochen ohne Strahlung

02.07.2009

VAREL „Einen Monat an der guten Nordseeluft in Friesland und gute Ernährung mit viel Obst erhöhen die Lebenserwartung der Kinder um ein Jahr“, sagt Gisela Eilers-Isenbart (Jever) vom Verein „Kinder von Tschernobyl Friesland-Wilhelmshaven“. Zusammen mit dem Vorsitzenden Erwin Kontek (Sande) und Busfahrer Dieter Leistner (Borgstede) hat er am Mittwoch 24 Jungen und Mädchen aus Bremen abgeholt, wo sie gemeinsam mit anderen Kindern aus Weißrussland nach fast 30-stündiger Busfahrt angekommen waren. Für die Fahrt von Bremen nach Varel und die weiteren Ausflüge in den nächsten Woche unterstützt das Busunternehmen Bruns den seit 1993 bestehenden Verein, wie schon seit Jahren. „Wie leben von Spenden“, erklärt Kontek, „und sind sehr dankbar dafür“.

15. Erholungsurlaub

Dieser Aufenthalt in Friesland ist der 15. Erholungsurlaub, den der Verein für Kinder organisiert, die an den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 leiden. 24 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 14 Jahren dürfen sich dieses Mal in Friesland erholen. „Wir laden ein und die Lehrer und Eltern der Dorfschulen in Utj und Iwaki suchen die Kinder, deren Gesundheit angeschlagen ist, aus. Die beiden Dörfer liegen im Südosten Weißrusslands und rund 120 Kilometer von Tschernobyl entfernt. Von dort stammt auch Tatjana Gulnik (31). Die Deutschlehrerin hat schon öfter Kinder nach Friesland begleitet. „Ich komme gerne hierher. Die Menschen sind nett, und ich fühle mich hier wohl.“ Zweiter Betreuer ist Ivan Yakimin, der Französisch und Englisch unterrichtet. Auch der 24-Jährige war als Kind im Erholungsurlaub in Westeuropa – sechsmal in Italien. Gulnik durfte sich auch einmal für zwei Monate auf Kuba von dem Atomunglück erholen.

Bis zum 12. Juli verbringen die Kinder aus Weißrussland ihre Ferien in der Jugendherberge in Schillig. Anschließend wohnen sie zu zweit oder dritt in Gastfamilien. Elf Familien aus Varel, Jever, Schortens und Bockhorn nehmen die Kinder auf. Die Verständigung in den Familien wird vielfach mit Zeichensprache ablaufen. Die Kinder haben gerade erst in der Schule mit der ersten Fremdsprache – Deutsch oder Englisch – begonnen.

Unterstützung hilfreich

Zum Ferienprogramm der weißrussischen Kinder gehört unter anderem ein Tag bei der Marine, Schwimmen im Naturbad in Zetel, Besuch des Reiterhofes Eichenhof in Bockhorn, eine Kutterfahrt nach Spiekeroog, der Besuch des Tierparks Jaderberg, Schwimmen in Horumersiel, Besichtigung der Molkerei Aurich oder auch ein Besuch bei den Seenotrettern (DGzRS).

Wer den Verein „Kinder von Tschernobyl Friesland-Wilhelmshaven“ unterstützen oder mitarbeiten möchte, kann sich an Erwin Kontek, Telefon 04423/6915, oder Gisela Eilers-Isenbart, Telefon 04461/72940, wenden.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2705
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.