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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Rückzug: Das stille Ende einer Schule

25.03.2014

Schortens Von außen hat sich kaum etwas verändert, noch immer ist das Gejohle der Schüler schon von weitem zu hören, noch immer grüßt der Löwe vom Logo auf dem Schild vor der Eingangstür, noch immer prangt darunter der Slogan der Hauptschule Schortens: „Stark für die Zukunft“. Doch die Dauer dieser Zukunft ist auf den 31. Juli begrenzt.

Dann nämlich läuft die Hauptschule aus, wie auch die ebenfalls an der Beethovenstraße untergebrachte Realschule (die NWZ  berichtete). Haupt- und Realschüler werden ab kommendem Schuljahr in Schortens an der Integrierten Gesamtschule unterrichtet. So wollten es vor fünf Jahren Landkreis und Landesschulbehörde.

Bis zum endgültigen Ende findet nun so etwas wie ein geordneter Rückzug statt. Verwalter des schulischen Strukturwandels sind der kommissarische Schulleiter Thomas Kraul und sein Stellvertreter Joachim Westerhoff. Beide begegnen der Situation mit einer Mischung aus Pragmatismus und Wehmut.

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„Als vor fünf Jahren der erste IGS-Jahrgang mit 180 Schülern hier begann, nahmen sie einen eher kleinen Teil des Gebäudes ein“, erinnert sich Thomas Kraul. „Mit jedem neuen Jahrgang wurden es dann mehr.“

Inzwischen haben sich die Verhältnisse umgekehrt, 37 Schüler umfasst der letzte Hauptschuljahrgang noch. Nur ein Flur im zweiten Stock ist ihnen geblieben, dort befinden sich die Klassenräume, Fachräume werden mit der IGS geteilt. Priorität genießt zumeist die IGS. „Aber es ist okay so“, sagt Kraul, der nicht klagen will.

Was es bedeutet, wenn eine Schulform plötzlich nicht mehr gefragt ist, erlebten Kraul und Westerhoff auch am eigenen Leib: Zweimal mussten sie mit ihrem Büro in den vergangenen drei Jahren innerhalb des Gebäudes umziehen. Nach und nach mussten die beiden ihre Kollegen verabschieden – einige in den Ruhestand, andere zu anderen Schulen. Rund 30 Lehrer waren es zu Hochzeiten der Hauptschule, übrig sind sieben.

Dass die Hauptschule inzwischen nicht mehr die Schulform der Mehrheit ist wie in den Anfangsjahren 1974, sondern eine, der bisweilen ein negatives Image anhaftet, ist Kraul bewusst: „Wir sind nicht nur Lehrer, sondern arbeiten auch als Sozialarbeiter.“

Ob diese soziale Komponente mit dem Aus der Hauptschule künftig fehlen wird, wollen beide nicht beurteilen. „Wir hatten mehr pädagogische Arbeit zu leisten“, sagt Westerhoff. Es sei schwer zu sagen, ob das im IGS-Verbund unterricht so möglich sei. Auch Kraul ist nicht sicher, glaubt aber, dass die schwächeren Schüler von den stärkeren profitieren könnten.

Im Büro der Schulleiter stehen sich zwei Schreibtische gegenüber. Von einem Computerbildschirm grüßt wieder der Löwe: „Stark für die Zukunft“. Für Joachim Westerhoff ist der Satz nicht mit einem Fragezeichen versehen: „Natürlich, der Slogan gilt weiter, bis zuletzt.“


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Tim Gelewski Agentur Hanz / Redaktion Jever
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