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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Eltern müssen sich noch etwas gedulden

08.08.2019

Wangerooge 680 Unterschriften zum Erhalt des Kindergartens Wangerooge im Gebäude Jadestraße sind zusammengekommen. Im Protest-Shirt „Nein zum Kindergartenneubau“ durfte Kindergartenkind Etta sie jetzt mit ihrer Mama an Landrat Sven Ambrosy überreichen. Der Bürgerverein hatte ihn zur Bürgerrunde auf die Insel eingeladen. Er freue sich, dass sich die Eltern so für ihren Kindergarten einsetzen, sagte Ambrosy.

Doch die Eltern müssen weiter abwarten: Ende des Monats wird es wohl die ersten Zahlen zu den Varianten geben. Eines steht indes fest: Ein Kindergarten-Neubau auf dem Gelände der alten Grundschule ist so gut wie vom Tisch – die Gemeinde hat dem Landkreis die Fläche ja schon für den Bau des Sozialmiethauses angeboten. Bleiben die drei Varianten Sanierung des Kindergartens Jadestraße, Neubau auf dem Gelände des Mutter-Kind-Kurheims und Umbau und Sanierung der alten Grundschule.

Über diese Variante wundert sich indes die Kindergarten-Elternvertreterin Mandy Bär: „Vor neun Jahren war der Landrat ein strikter Gegner der Sanierung der damaligen Grundschule – zu hohe Kosten. Zudem wünschte er sich damals ein ,Haus des Kindes‘ in der Inselschule. Von daher müsste ja eigentlich auch der Neubau auf dem DRK-Gelände vom Tisch sein...“

Mandy Bär ist als Elternvertreterin auch Mitglied des Kindergarten-Kuratoriums, das die übrig gebliebenen drei Varianten prüft. Mitglieder sind außerdem Bürgermeister Marcel Fangohr und Ratsmitglied Uwe Osterloh, Carl-Martin Köhler (DRK) sowie Silke Vogelbusch und Birgit Renken vom Landkreis.

Zweiter Arzt für die Insel gesucht

Vor zehn Jahren gab es diese Situation schon einmal: Weil damals die zweite Hausarztpraxis der Insel geschlossen wurde, musste Dr. Frank Kortenhorn allein die haus- und notärztliche Versorgung der Insulaner und Urlauber sicherstellen, bis ein neuer zweiter Arzt gefunden war.

Ab 1. Oktober steht Kortenhorn nun vorerst wieder allein da: Dr. Hans-Henning Hoppe verlässt die gemeinsame Praxis. Im Normalfall stellen auf der Insel zwei Hausärzte die medizinische Versorgung sicher.

Fällt – wie abzusehen – einer von ihnen aus, muss der andere den Dienst 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche allein stemmen. Weil die Belastung immens ist, plant Kortenhorn, alle 14 Tage seine Praxis für einige Tage zu schließen, um sich zu erholen. „Wir erfüllen unseren Part. Doch wenn ich frei habe, werde ich die Insel kurzfristig verlassen“, sagt er.

Dr. Kortenhorn ist nicht nur Internist und Kurarzt, sondern auch Notfallmediziner – und das bedeutet, dass der Landkreis Friesland als Träger des Rettungsdienstes und der notärztlichen Versorgung gefragt ist, eine Lösung zu finden. In der Bürgerrunde des Bürgervereins hat Landrat Sven Ambrosy zugesichert, dass in Kortenhorns freier Zeit ein Arzt vom Festland aushelfen wird.

Für den neuen Hausarzt müssen zudem Praxisräume geschaffen werden – die Praxis Kortenhorn steht dafür nicht zur Verfügung. Die Gemeindeverwaltung prüft zurzeit, ob in leer stehenden Räumen des Gesundheitszentrums „Oase“ eine Praxis eingerichtet werden kann.

In der Praxis Kortenhorn finden zurzeit Dreharbeiten statt: Ein Filmteam dreht eine Dokumentation über Inselärzte. „Mir geht es dabei darum, die medizinische Vielfalt vorzustellen, mit der ich tagtäglich in der Praxis zu tun habe“, sagt Frank Kortenhorn. „Und ich zeige, dass ich auch nach 13 Jahren auf der Insel noch Spaß an der Arbeit habe. Vielleicht regt das ja Kollegen an, sich für einen Wechsel nach Wangerooge zu entschließen.“

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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