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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Klare Empfehlung des Kuratoriums für Neubau

19.11.2019

Wangerooge Offenbar bereits im September hat das Kuratorium Kindergarten Wangerooge seine Empfehlung abgegeben: Es habe eine „mehrheitliche deutliche Befürwortung“ für einen Kindergarten-Neubau an der Charlottenstraße gegeben, heißt es beim Landkreis. Und: „...ohne Teilnahme des Bürgermeisters“.

Die Empfehlung

des Kuratoriums Kindergarten Wangerooge wird am Donnerstag, 21. November, in der Sitzung des Kreis-Bauausschusses vorgestellt und beraten. Beginn ist um 15 Uhr in der Mensa des Mariengymnasiums Jever. Dem Kuratorium gehörten an:
 Mandy Bär, Elternvertreterin des Kindergartens
 Bürgermeister Marcel Fangohr
 Ratsmitglied Uwe Osterloh (SPD)
Carl-Martin Köhler (DRK)
Silke Vogelbusch und Birgit Renken vom Landkreis.

Über diese Empfehlung für einen Kindergarten-Neubau wird am Donnerstag, 21. November, im Kreis-Bauausschuss abgestimmt: Die Kreisverwaltung soll Planung und Bau in Angriff nehmen, lautet der Beschlussvorschlag des Landkreises an die Politik.

Die Begründung des Kuratoriums beziehungsweise der Kreisverwaltung, warum die Insel Wangerooge einen Kindergarten-Neubau braucht: „Die unmittelbare Nähe zur Grundschule und Inselschule bietet vielfältige Möglichkeiten, Bildungsarbeit aufeinander abzustimmen und neu zu gestalten. Hier sind die meisten Synergien im Bereich neuester Pädagogik gegeben, zum Beispiel inklusive Arbeit von der Krippe bis Ende der Klasse 10.“

Hinzu komme: „Die Fußläufigkeit wird durch die zentrale Lage beibehalten und schafft für Eltern, die ein Kind in der Kita und in der Schule haben, neue Zeitressourcen.“ Der Landkreis führt außerdem als Vorteile des Neubaus noch eine mögliche Mehrfachnutzung und die Energieeffizienz auf.

Im direkten Vergleich zwischen Sanierung Jadestraße und Neubau Charlottenstraße kann der bestehende Kindergarten überall punkten – nur nicht bei der Energieeffizienz; der Neubau Charlottenstraße erhält Punktabzug bei den Kosten – ansonsten erhalten die Möglichkeiten dort teilweise doppelte Punkte.

Der Landkreis hat bereits Kaufverhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben um das Grundstück Charlottenstraße aufgenommen: Die Fläche gehört dem Bundeswehrsozialwerk. Die BImA „hat einem Verkauf im Wege des Erstzugriffs für die Nutzung als Kindergarten bereits zugestimmt“, heißt es in der Beschlussvorlage für die Ausschussmitglieder.

Vergleich der Varianten

Der Landkreis hat das Kuratorium Kindergarten sieben Varianten prüfen lassen:
 Sanierung Jadestraße
 Abriss Jadestraße und Neubau
 Neubau beim DRK
 Abriss Nikolausstraße und Neubau
  Umbau Nikolausstraße
 Neubau Charlottenstraße
 Neubau am OJE

Schnell reduzierten sich die sieben Varianten auf zwei:
 Sanierung des Kindergartens Jadestraße und
 Neubau an der Charlottenstraße.

Die Kosten:
Sanierung Jadestraße: 671 580 Euro
 Neubau Charlottenstraße; 1,877 Mio. Euro plus Grundstückskauf – macht rund 2 Mio. Euro.

Der Landkreis Friesland als Träger des Kindergartens hatte von Anfang an die Neubau-Variante bevorzugt.

Insgesamt rechnet der Landkreis mit Investitionskosten für den Kindergarten-Neubau von 2 Millionen Euro – inklusive Grundstückskauf.

Laut Kreisverwaltung soll der neue Kindergarten rund 362 Quadratmeter groß werden und Platz für zwei Gruppen bieten – die zweite Gruppe könne gemischt als Kindergarten/Krippe betrieben werden. Der Außenbereich des Kindergartens wurde auf 500 Quadratmeter Größe festgesetzt. 

Folgt der Kreis-Bauausschuss der Empfehlung des Kuratoriums und beschließt der Kreistag Anfang Dezember den Kindergarten-Neubau, stehen weitere Verhandlungen mit der Insel-Gemeinde an: So muss eine Kostenregelung für den Kindergarten gefunden und Baurecht auf dem Grundstück Charlottenstraße geschaffen werden.

Die Gemeindeverwaltung hatte bereits angekündigt, dass sie nicht bereit ist, eine höhere Neubaumiete zu zahlen als bei Sanierung des Kindergartens Jadestraße zu leisten ist. Wie berichtet, hatte Wangerooges Gemeinderat Ende Juni beschlossen, den Kindergarten selbst zu betreiben und das Gebäude Jadestraße zu sanieren. Ein Kindergarten-Neubau war vom Rat abgelehnt worden.

Doch der Landkreis hatte danach per Kreistagsbeschluss Trägerschaft und Betrieb des Kindergartens zum 1. August an sich gezogen.

Laut Kreisverwaltung kostet die Miete im Neubau rund 30 000 Euro mehr pro Jahr als im Kindergarten Jadestraße. Die müsste der Landkreis selbst tragen.

Rat und Verwaltung auf Wangerooge sind nicht erfreut über dieses Vorgehen des Landkreises: „Wir fühlen uns verarscht: Schon wieder wird über unseren Kopf hinweg entschieden“, sagt Bürgermeister Marcel Fangohr.

„Unser Eindruck ist: Auch ein Lustschloss für 5 Milliarden Euro hätte bei dieser Form der Betrachtung das Rennen gemacht“, sagt Fangohr. Denn die Finanzierung, die Kosten, von Kindergartensanierung und Neubau seien nur ein Kriterium unter mehreren gewesen – „für uns sind aber die Betriebskosten das Hauptkriterium“, erklärt er. Und so, wie es zurzeit kalkulatorisch aussehe, würde der Kindergartenbetrieb die Gemeinde deutlich teurer kommen als bisher mit der Kirche. Bisher zahlte die Gemeinde im Kirchenbetrieb 130 000 Euro – jetzt kämen 120 000 Euro noch obendrauf.

Wobei: „Eigentlich ist Wangerooge komplett raus aus Bau- und Betriebskosten – schließlich ist der Landkreis seit 1. August Träger des Kindergartens“, sagt Fangohr. Und sollte der Landkreis irgendwann die Kindergarten-Trägerschaft im Neubau wieder abgeben wollen, dann sei das eine Entscheidung des Gemeinderats, ob er die Trägerschaft annimmt.

„Wir sind ziemlich angefasst“, sagt der Bürgermeister, welche Stimmung auf Wangerooge herrscht: „Wir hätten erwartet, dass die Kindergartenpläne erst einmal auf Wangerooge mit Rat und Verwaltung diskutiert und verhandelt werden, bevor sie beim Landkreis im Hauruck-Verfahren in die Haushaltsberatung 2020 geht“, so Fangohr.

Ihn ärgert, dass in der Beschlussvorlage der Kreisverwaltung behauptet wird, dass im Gebäude „bauliche Mängel mit kindeswohlgefährdenden Folgen“ festgestellt worden seien. „Von einem Gebäude kann keine Kindeswohlgefährdung ausgehen, sondern nur Unfallgefahren“, stellt er richtig.

Und die Behauptung der Kreisverwaltung, das Landesjugendamt habe „das Betreiben eines Kindergartens im bestehenden Gebäude nur unter der Bedingung der Sanierung ...erlaubt“, sei ebenfalls unwahr: „Wir haben eine Betriebs-Genehmigung ohne Auflagen! Unser Kindergarten erfüllt die Mindestanforderungen bei weitem für einen zweigruppigen Kindergarten“, betont Fangohr.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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