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Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 11 Minuten.

Brand In Ganderkesee
Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Region Friesland Bildung

Eltern fordern Erhalt ihres Kindergartens

12.07.2019

Wangerooge Schon direkt am Flugplatz hing ein Plakat, ein weiteres an der Kreuzung Jadestraße – und auf der Strandpromenade empfingen am Donnerstag Wangerooger Eltern und Kinder Landrat Sven Ambrosy mit Schildern. „Lasst unsere Kids im Dorf, entscheidet nicht über unsere Köpfe hinweg“, „In unsere Mitte gehören die Kinder“ und „Eigentum nutzen statt Miete zahlen“: Die Eltern fordern vom Landkreis ein Umdenken in Sachen Kindergarten Wangerooge. „Gehen Sie gemeinsam mit uns in die richtige Richtung“, lautet ihr Appell: Der Pfeil zeigt zum Kindergarten Jadestraße.

Kindergarten-Petition

Elternsprecherin Mandy Bär und die Kindergarten-Eltern sammeln Unterstützungs-Unterschriften für eine Petition: Sie fordern, dass der Landkreis Friesland die Kindergarten-Trägerschaft an die Gemeinde abtritt, damit der Kindergarten im Gebäude an der Jadestraße weitergeführt werden kann. Unterschriften-Listen liegen in der Apotheke, im Kuchenladen, bei der Bäckerei Kruse, am Bahnhof, in der Arztpraxis, im Café Klönschnack, bei der Post und im Inselmarkt sowie bei der kath. Kirche aus.

Die Eltern nutzten den Besuch des Landrats zur Diskussion über Sozialen Wohnungsbau, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen: Die Eltern fordern, dass der Kindergarten im Gebäude Jadestraße bestehen bleibt. Und sie fordern, dass der Landkreis die Kindergarten-Trägerschaft an die Gemeinde Wangerooge abtritt. Auf keinen Fall möchten die Eltern, dass erneut das DRK den Kindergarten betreibt.

„Wir wollen nicht zusehen, wie unsere Kinder aus dem Dorf verbannt werden – das auch noch zu enormen Kosten und mit vielen Einschränkungen“, sagt Kindergarten-Elternsprecherin Mandy Bär. Denn zu befürchten sei, dass der Landkreis den Neubau auf dem DRK-Gelände an der Siedlerstraße durchsetzen wird. „Viele Insulaner sind nicht begeistert von diesem Kiga außerhalb des Ortes. Bei genauerer Betrachtung der Pläne stellte sich auch heraus, dass der neue Kindergarten kleiner wäre als der bestehende; auch das Außengelände ist kleiner – für uns sprechen deshalb alle Punkte gegen den Neubau.“

Knackpunkt: Der Kita-Neubau

Als im August 2018 der DRK-Landesverband Oldenburg die Kindergarten-Trägerschaft auf Wangerooge übernahm, war Bedingung gegenüber der Insel-Gemeinde, dass ein neuer Kindergarten auf dem Gelände des Mutter-Kind-Kurheims gebaut wird.

An dem Neubau war der Trägerschafts-Vertrag zwischen Insel-Gemeinde und DRK Oldenburg zerbrochen: Wangerooges Rat und Verwaltung lehnen einen Neubau ab, weil damit der Kindergarten-Betrieb deutlich teurer wird als im Kindergarten an der Jadestraße. Die Gemeinde will den bestehenden Kindergarten Jadestraße sanieren und modernisieren.

Zum 1. August soll nun der Landkreis per Kreistagsbeschluss die Trägerschaft übernehmen – auch der Wangerooger Gemeinderat hatte einen Beschluss gefasst, nach dem die Insel-Gemeinde Trägerin des Kindergartens wird. Der Landkreis will den Betrieb dem DRK Jeverland überantworten. Landrat Sven Ambrosy hatte angekündigt, dass der Landkreis in Sachen Kindergarten-Neubau gesprächsbereit sei.

Die Eltern-Initiative empfindet es als Entmündigung der Gemeinde, dass der Landkreis die Kindergarten-Trägerschaft trotz des eindeutigen Ratsbeschlusses auf Wangerooge an sich gezogen hat. „Das ,Böse‘ in unseren Augen ist, dass wir alles aus der Zeitung erfahren und keiner mit uns redet“, sagt Mandy Bär.

„Wir fühlen uns übergangen – waren unsere Stimmen nicht laut genug?“ Kindergarten-Mutter Diana Folkerts – auch Vorsitzende der Insel-CDU – nutzte die Möglichkeit, um den Landrat auch direkt anzusprechen. „Haben Sie sich einmal auf der Insel umgehört, bevor im Kreistag diese Entscheidungen getroffen wurden?“ und „Wie viele Kindergärten betreibt denn das DRK Jeverland?“ Die Eltern haben eine Petition für ihren Kindergarten gestartet – sie hoffen auf zahlreiche Unterstützungs-Unterschriften.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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