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ERINNERUNGEN: Zur Schule ohne Markenartikel

19.05.2008

ZETEL Als Karin Salomon (geb. Höfer), Irmgard Peters (geb. Schrader) und Wolfgang Rompa 1949 in Zetel eingeschult wurden, gab es noch Lebensmittelkarten. Brot und Butter wurden zugeteilt. Zum Teil waren die Väter der Mitschüler noch in Kriegsgefangenschaft, andere Väter hatten keine Arbeit, Wohnraum war knapp, die D-Mark war gerade einige Monate alt. Das waren die bescheidenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Nachkriegsschüler des Jahres 1949, die Lehrer Werner Wenninga (83) den Ehemaligen des Einschulungsjahrgangs 1949 beim Klassentreffen in der Grundschule Zetel in Erinnerung rief.

Wenninga war der erste Lehrer der Klasse, und es war seine erste Klasse an der damaligen Volksschule Zetel gewesen. Er war einer der Teilnehmer des Klassentreffens, das Irmgard Peters, Karin Salomon und Wolfgang Rompa organisiert hatten. Mit kleinen Schultüten ausgestattet, besichtigten 29 Ehemalige die heutige Grundschule, sogar der Klassenraum (damals etwas größer) im Erdgeschoss des Altbaus war noch vorhanden, wenngleich das Mobilar nicht mehr vorhanden war.

50 Einladungen hatte Karin Salomon verschickt, und fast alle der Eingeladenen hatten sich gemeldet. Wenn auch einige absagen mussten, 29 waren gekommen, freuten sich die Organisatoren. Werner Wenninga deutet es als Zeichen der Verbundenheit und „dass es für die viel bedeutet hat, in eine Schulgemeinschaft einzutreten.“ Die Kleidung der Schüler war einfach, ein Wohlstandsdenken wie heute habe es nicht gegeben: „Keine Markenartikel.“

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Auf dem Programm des Klassentreffens stand nach der Besichtigung der Schule ein Mittagessen im „Neuenburger Hof“, Zeit für Spaziergänge und Klönschnack und schließlich einen Lichtbildervortrag mit einem Episkop, das Fotos und Dokumente auf eine Leinwand projizierte – wie es einst im Schulunterricht der 50er-Jahre genutzt worden war. Die meisten des Einschulungsjahrgangs wurden 1957 entlassen, einige hatten den Klassenverband nach der vierten Klasse in Richtung Mittelschule und Oberschule verlassen. Lehrer Wenninga hatte zuvor in Astederfeld an der einklassigen Schule unterrichtet. Er wechselte später zur Realschule. Insgesamt 40 Jahre war er an Schulen in der Gemeinde Zetel beschäftigt.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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