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NWZonline.de Region Friesland Bildung

Zwischen Flucht und Neuanfang

28.10.2016

Obenstrohe Negin Sofi (15) war einen Monat lang auf der Flucht, bevor sie mit ihren Eltern und ihren Geschwistern schließlich Deutschland erreichte. Teils zu Fuß, teils mit dem Zug und Bus machte sich die Familie auf den Weg in eine ungewisse Zukunft. Das ist jetzt elf Monate her. „Ich vermisse Afghanistan“, sagt die Neuntklässlerin der Oberschule Obenstrohe. Ähnlich geht es ihrer Mitschülerin Razah Taher (15). Sie floh vor Krieg und Terror aus ihrem Heimatland Syrien.

„Ich fühle mich hier wohl“, sagt Negin Sofi und hält ihren Fragebogen in der Hand. Gemeinsam mit ihren Mitschülern setzt sie sich an diesem Vormittag mit dem Thema „Flüchtlinge – Asyl ist Menschenrecht“ auseinander. Es sei „ok“ für sie, darüber zu sprechen, sagt Negin Sofi. Die 15-Jährige hat viele Pläne. Sie möchte Ärztin werden. Was es bedeutet, alles hinter sich zu lassen und Tausende Kilometer zu Fuß zurückzulegen, haben 24 Schüler der Oberschule am eigenen Leib erfahren. Sie alle verbindet die Flucht aus ihrer Heimat.

Wie viele Menschen sind weltweit auf der Flucht? Aus welchem Land kommen die meisten Flüchtlinge? Wovor fliehen die Menschen und welche Gefahren drohen ihnen während der Flucht? Auf viele Fragen erhalten die Jugendlichen während des Thementages Antworten. Sie recherchieren, tauschen sich aus und lernen voneinander. „Ich wusste vorher nicht, dass es so viele unterschiedliche Gründe gibt, warum Menschen flüchten“, sagt Jessica Boerner (14). Auch ihre Mitschülerinnen Sarah Dannemann (14), Janina Plois (14) und Lucy Scholz (14) finden es wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

„Schulisch funktioniert alles ganz gut“, sagt Schulleiterin Bettina Vogt. Die Sprachbarrieren würden weniger und die Jugendlichen seien von ihren Mitschülern gut aufgenommen worden. „Es gibt keine Probleme“, freut sich Bettina Vogt. Doch die Erlebnisse der Flucht und des Krieges seien allgegenwärtig, sagt sie. Durch den Thementag wolle die Schule möglichen Vorurteilen entgegenwirken und den Blickwinkel der Schüler füreinander erweitern. Eingebunden sind alle Jahrgänge.

„Es war sehr beeindruckend, dass die Schüler ein großes Stück ihrer Erinnerungen gegangen sind“, berichtet Lehrerin Katrin Brinschwitz. Anhand einer Karte hatten die Jugendlichen wenige Minuten zuvor vor ihren Mitschülern ihre Flucht nachgezeichnet. „Als sie anfingen, war es ganz ruhig in der Klasse“, sagt Katrin Brinschwitz

Noch bis zum 4. November ist die begleitende und öffentliche Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ von Pro Asyl in der Aula der Schule zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie mittwochs und freitags von 8. bis 14 Uhr.

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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