Friesland - Der erste hauptamtliche Leiter der 2011 entstandenen Bildungsregion Friesland, Reinhold Harms, ist in zwischen 65 Jahre alt und mit Beginn des Monats August nun offiziell im Ruhestand. Er habe in all den Jahren zahlreiche Projekte initiiert und im Hintergrund ein Netzwerk für gute Bildung geknüpft, hieß es vor kurzem bei seiner offiziellen Verabschiedung.
So entwickelte Reinhold Harms ein Berufsorientierungskonzept, unterstützte Schulen bei der Sprachförderung von Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache und schuf Verbindungen zu mittlerweile 15 außerschulischen Lernorten wie etwa das Regionale Umweltzentrum in Schortens, die Nationalparkhäuser in Minsen und Dangast oder das Gröschlerhaus in Jever. Seit einigen Jahren teilt sich Harms die Arbeit der für die Bildungsregion mit Ann-Kathrin Cramer; zuletzt haben beide besonders intensiv an den Themen Digitalisierung und Schwimmförderung gearbeitet. Nur jeder zweite Grundschüler könne schwimmen, sagt Harms. Mit der DLRG und anderen Organisationen werde weiter am Netzwerk geknüpft.
Für die Entwicklung der vielen Projekte arbeiten Vertreter aus Kitas, Schulen und Kommunen, der Schulbehörde, wie auch Eltern- und Schülerrat des Kreises zusammen. Ihr wichtigster Grundsatz: „Getrennte Zuständigkeiten, aber gemeinsame Verantwortung.“
Die Bildungsregion gibt es mittlerweile in fast allen Landkreisen Niedersachsen, Friesland sei dabei aber immer noch beispielhaft, betont Harms. Anfangs sei es vor allem um die Inklusion und einen guten Übergang in Ausbildung und Beruf gegangen. Er gehe eigentlich „nur sehr ungern“, sagt Harms. Die Stelle werde nun zum Beginn des neuen Schuljahres neu besetzt.
