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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Vareler Horst Martens rettet 300 Jahre alte Eiche

04.01.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-01-04T08:42:49Z 280 158

Leidenschaftlicher Einsatz Belohnt:
Vareler Horst Martens rettet 300 Jahre alte Eiche

Varel „Das ist eine ganz große Freude“, sagt Horst Martens, „ich werde den Baum jetzt erstmal besuchen“. Der 82-Jährige hat für den Erhalt der 300 Jahre alten Eiche, die am Waldeingang an der Friedrich-August-Straße steht, gekämpft, hat sich an die NWZ  und an Bürgermeister Gerd-Christian Wagner gewandt. Der Einsatz hat sich gelohnt. Revierförster Tobias Gebers hat beschlossen, dass der Baum vorerst stehenbleibt.

Horst Martens konnte nicht begreifen, dass der 300 Jahre alte Baum, der seiner Ansicht nach zu der 1991 gefällten Eiche gehört, der ein paar Meter weiter ein Denkmal gesetzt worden war, gefällt werden soll – wie auch etwa zehn weitere 300 Jahre alten Eichen und Buchen.

Kommentar

Sensibilität gefragt

Obwohl der fast 180 Hektar große Vareler Wald von den Varelern gerne als ihr „Stadtwald“ bezeichnet wird, gehört er doch den Niedersächsischen Landesforsten und wird von der Revierförsterei im Forstamt Neuenburg bewirtschaftet. Die Bewirtschaftung – die Fällung erntereifer Bäume und die Verjüngung des Waldes – beißt sich häufig mit seiner Funktion als Erholungswald.

Wenn das Forstamt massiv an 300 Jahre alte Eichen und Buchen herangeht wie in diesem Fall, ist Sensibilität gefragt und es muss abgewogen werden. Das Forstamt ist sich dessen bewusst und geht offensiv an die Öffentlichkeit, hat mit öffentlichen Führungen die Bürger im Vorfeld informiert.

Lobenswert auch, dass die roten „Todeszeichen“ an den Bäumen nicht in Stein gemeißelt sind und das Forstamt Bürgerprotesten nachgibt.

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Die Bäume müssen weichen um Platz zu schaffen für den Bergahorn, die künftige Waldgeneration, so Tobias Gebers. Ihren Platz behalten kann nach dem Einsatz von Horst Martens die Eiche an der Friedrich-August-Straße.

„Wir wollen keinen Ärger und lassen diesen Baum stehen“, sagt Tobias Gebers, „das heißt aber nicht, dass er ewig bleibt“. Je nachdem, wie sich der Bergahorn verjüngt, wird er in einigen Jahren oder Jahrzehnten doch gefällt, sagt er. Ihm sei das Miteinander mit den Bürgern wichtig, so der Revierförster, „auch mir tut es weh, dass solch ein schöner Baum gefällt werden muss, aber wir müssen auch die Zukunft des Waldes im Blick haben“.

Neben Horst Martens haben in Leserbriefen weitere Vareler die geplante Fällung des Baumes kritisiert, unter anderem Christa Karp, die dem Baum eine Rolle in ihrem geplanten Krimi einräumt. Auch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner ist froh, dass die Landesforsten nach Gesprächen mit ihm eingelenkt haben und diesen Baum stehenlassen.

In dieser Woche haben im Vareler Wald die Fällungen an der großen Allee begonnen. Es werden etwa 100 bis 150 Jahre alte Buchen gefällt, die die Allee bedrängen, so Gebers. Anschließend geht es im Bereich an der Friedrich-August-Straße weiter, bis abschließend einige Bäume an der Waldstraße gefällt werden.

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