• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Feuerwehr: Auch Länderspiel schützt nicht vor Alarmübung

10.10.2011

ZETEL Gemeindebrandmeister Heiner Haesihus hat sich am Freitagabend vermutlich keine Freunde gemacht, als er eine Übung ansetzte. Mitten in die Übertragung des Fußball-Länderspiels Türkei - Deutschland platzte eine Alarmmeldung: Feuer im St.-Martins-Heim. Alarmiert wurden die Freiwilligen Feuerwehren Zetel und Neuenburg sowie die Feuerwehr des Munitionsdepots im Fuhrenkamp und die Schnelle Einsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes. „Ich bin aus Solidarität gekommen“, sagte Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann, der sich die Übung anschaute und Haesihus vorab auf die Fußball-Übertragung hingewiesen. Haesihus blieb standhaft. Immerhin hatte es noch nie eine Übung der Feuerwehren im St.-Martins-Heim gegeben.

Verqualmung im Flur

Wohl hatte es dort vor Jahren eine Verqualmung durch eine Pfanne in der Küche gegeben, worauf die Feuerwehr ausrückte, erinnert sich die Leiterin des St.-Martins-Heims, Maria Bockhorst-Wimberg. Auch sie war zum St.-Martins-Heim gekommen, um zu schauen, wie die Übung ablief. Nach kurzer Zeit schon waren die beiden Feuerwehren aus Zetel und Neuenburg vor dem Gebäude. Die Brandmeldeanlage war ausgelöst worden. Der Flur war verqualmt, und die Feuerwehrleute mussten mit schwerem Atemschutz in dem Gebäude vorrücken – immer zu zweit, um sich gegenseitig abzusichern. Das Übungsszenario sah ferner vor, dass zwei Personen vermisst wurden, neun Personen, teilweise gehbehindert, mussten aus dem verqualmten Wohntrakt ins Freie gebracht werden. „Bei den Personen handelte es sich übrigens um Freiwillige, nicht um die eigentlichen Bewohner“, erläuterte Feuerwehr-Pressesprecher Timm Schulze. Die Brandbekämpfung wurde mit zwei C-Strahlrohren vorgenommen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Feuerwehrmann in Not

Gemeindebrandmeister Haesihus schaute sich aufmerksam das Vorgehen seiner Feuerwehrkameraden an, die von Ortsbrandmeister Matthias Kruse angeführt wurden. Während die einen von einem Nebeneingang ins Haus gelangten, sorgten die Bundeswehr-Feuerwehrleute für eine Evakuierung des Gebäudes von der anderen Seite. Plötzlich wurde Ortsbrandmeister Kruse lauter und winkte Bundeswehr-Feuerwehrleute herbei: Ein Mayday-Signal hatte angezeigt: Feuerwehrmann in Not. Der musste nun gerettet werden, mit einem Ersatzatemschutzgerät für den hilflosen Feuerwehrkameraden rückten die Feuerwehrleute vor.

Gemeindebrandmeister Haesihus zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Es gab aber auch neue Erkenntnisse und gibt noch Verbesserungsbedarf“, sagte Haesihus, der eine gründliche Nacharbeitung der Übung ankündigte. „Das zeigt einmal mehr die Wichtigkeit der regelmäßigen Durchführung von solchen Übungen.“ Zu den Beobachtern gehörte auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Olaf Fianke aus Varel. Er wies darauf hin, dass die Bergung hilfloser Personen aus solchen Gebäuden wie dem St.-Martins-Heim nicht unproblematisch sei. Die verwinkelten Räume und Flure erschwerten eine Orientierung – bei Dunkelheit und verqualmten Räumen um so mehr. Zur Orientierung dienen den Feuerwehrleuten Rettungspläne mit dem Grundriss der Gebäude. Was nicht im Übungsszenario stand: In der engen Zufahrt zum St.-Martins-Heim, und zwar im Wendehammerm, stand ein geparktes Auto. Im Ernstfall hätte es wohl die Feuerwehrfahrzeuge behindert.

73 Bewohner

73 Bewohner hat das St.-Martins-Heim. In einem Ernstfall wären auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Grabstede und Bockhorn alarmiert worden, erläuterte Haesihus.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Zetel und Neuenburg waren mit acht Fahrzeugen und 43 Einsatzkräften im Einsatz. Die Feuerwehr des Munitionsdepots Zetel unterstützte mit zwei Fahrzeugen und sechs Feuerwehrleuten. Mit drei Fahrzeugen und sieben Helfern waren der Rettungsdienst Friesland und die SEG des Roten Kreuzes aus Zetel vor Ort.

 @ Mehr Bilder unter http://www.NWZonline.de/fotos-friesland

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.