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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Feuerwehr: Beruf fordert Aktive immer mehr

03.03.2014

Hohenkirchen Die Freiwillige Feuerwehr Hohenkirchen hat in nur fünf Jahren ihre Mitgliederzahl von 65 auf 88 erhöht. Mit einem Altersdurchschnitt von 31,2 Jahren ist sie zudem sehr jung. „Die Ortswehr ist hervorragend aufgestellt, fachlich stark und macht eine gute Nachwuchsarbeit“, lobte Wangerlands Bürgermeister Harald Hinrichs bei der Hauptversammlung. Die gute Zusammenarbeit aller Wangerland-Wehren imponiere ihm: „Die Gemeinde ist stolz auf die Feuerwehr Hohenkirchen.“

Positive Entwicklung

Die positive Mitgliederentwicklung war auch für Kreisbrandmeister Gerhard Zunken bemerkenswert. Er hob zudem den hohen Frauenanteil in der Feuerwehr Hohenkirchen hervor. Mit elf Prozent habe man nach Cleverns die zweithöchste Quote in Friesland.

Ortsbrandmeister Eike Eilers und seine Kameraden hörten die lobenden Worte gern. Insgesamt hat die Wehr 46 Aktive, 18 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung und 24 Jugendliche. Einen weiteren Schub erwartet man von der Kinderfeuerwehr.

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2013 wurden die Hohenkirchener Einsatzkräfte 53-mal alarmiert. Es gab 46 Einsätze, fünf Übungen und zwei Fehlalarme. „Das Einsatzjahr begann für uns am 10. Januar mit einem schweren Verkehrsunfall“, sagte Eilers. Es habe 15 Brandeinsätze und 31 technische Hilfeleistungen gegeben. Mit 1848,65 Einsatzstunden – mehr als doppelt so viele wie 2012 mit 749 Einsatzstunden – kommen die Mitglieder der Wehr auf 8752,65 Stunden, sagte Eilers. Multipliziere man diese Zahl mit einem üblichen Handwerkerstundensatz von 37 Euro, hätten die Kameraden eine Arbeitsleistung im Wert von 323 848,05 Euro für die Wangerländer erbracht.

Eilers setzte sich kritisch mit der künftigen Arbeit der Wehr auseinander. Die meisten Einsätze würden zwischen 13 und 22 Uhr ausgelöst, wenn die meisten Aktiven berufsbedingt ortsabwesend seien. „Eine Alarmierung zu dieser Zeit wird dann bei zwei Ortswehren gleichzeitig vorgenommen – ein System, das sich bewährt hat“, sagte Eilers. Nachwuchsprobleme kenne man derzeit nicht.

Dennoch wolle er nicht alles durch ein „rosarotes Visier“ sehen. Die Dienstbeteiligung sei von 73 auf 67 Prozent gesunken. Eine Umfrage habe ergeben, dass immer größere berufliche Anforderungen keine oder nur wenig Zeit für den Feuerwehrdienst lassen. Es sei eine Herausforderung für alle Feuerwehren, frühzeitig zu reagieren und nicht einfach mehr zu ertragen. „Die Berufe und auch die privaten Verpflichtungen lassen es einfach nicht mehr zu, dass man zum Teil weit mehr als 150 Stunden zusätzlich für die ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr aufwendet“, so Eilers. Diesem Problem müsse man sich stellen. Die Politik sei gefordert, die Weichen bereits in einer mitgliederstarken Zeit und nicht „aus der Not heraus“ zu stellen.

Gute Ausstattung

Glücklicherweise habe die Gemeinde Wangerland erkannt, dass technische Ausstattungen mit Fahrzeugen, Geräten, Feuerwehrhäusern und Schutzkleidung Mindeststandards seien. Die Kommune tue ihr Bestes, betonte Eilers und nannte als Beispiel den Kauf des neuwertigen Einsatzleitwagens: Das Auto war bereits „feuerwehrtechnisch beklebt und mit Blaulichtanlage und Martinshorn“ ausgestattet. Inklusive Ausbau kostete der Wagen 50 000 Euro. „Zum Vergleich: Der Einsatzleitwagen aus Schortens ist mit 78 000 Euro angesetzt und der Einsatzleitwagen aus Wittmund kostete knapp 112 000 Euro“, sagte Eilers, der von einem echten Schnäppchen für die Feuerwehren des Wangerlands sprach. Ein besonderer Dank gelte Bürgermeister Harald Hinrichs und dem Ortsamt, die immer ein offenes Ohr für die Feuerwehren hätten.

Spannend wurden die Neuwahlen. Für das Amt des Gruppenführers wurde eine geheime Abstimmung nötig. Henning Gerdes bekam 16, Timo Agena 13 Stimmen. Vier Anwesende enthielten sich. Schriftführer wurde Matthias Oletti und Pressewartin Ina Eilers.

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