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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Wehren proben beim Baustoffhandel

28.08.2017

Bockhorn Aufregung am Samstagmittag, Sirenengeheul in der Gemeinde: Feuerwehrautos und Krankenwagen fuhren zum Baustoffhandel Logemann. Was war passiert? Zum Glück nichts, die Kameraden wurden zu einer Übung gerufen. Doch nur wenige Eingeweihte wussten davon. So bot sich den ersten, vier Minuten nach dem Alarm eintreffenden Kameraden der Ortswehr Bockhorn ein entsetzlicher Anblick. Ein Gabelstapler hat mit voller Wucht einen PKW gerammt, die Staplergabel bohrte sich in voller Länge in die Karosserie und zwei Menschen wurden verletzt. Der Staplerfahrer erlitt einen Schock, irrte auf dem Gelände umher, gelangte in die Halle mit Dämmmaterial, zündete sich eine Zigarette an und verursachte so einen Brand.

Die Feuerwehrkameraden mussten also die Verletzten retten, den Gabelstaplerfahrer suchen und den Brand in der Halle löschen. Deshalb wurde auch die Ortswehr Grabstede angefordert. Der Alarmierungszeitpunkt um zwei Minuten nach zwölf machte es noch schwieriger. Denn jeden Samstag gibt es Punkt zwölf einen Testalarm für die Pieper. Die Kameraden mussten als ganz genau auf ihre kleinen Geräte schauen.

In rund vier Wochen hatten Andreas Tönjes und Manuel Wagner dieses Szenario bis ins kleinste Detail erarbeitet. So brauchte beispielsweise das Auto vom Schrottplatz reale Kennzeichen, vom Stapler gefallene Ziegelsteine und Glassplitter lagen herum. Das Schminken der Verletzten hatten die darin geschulten Wiebke Brumund und Kim Wilken von der DLRG Varel übernommen. Sogar Innereien eines frisch geschlachteten Schafs wurden eingesetzt, um eine offene Bauchverletzung realistisch aussehen zu lassen.

Dank der perfekten Vorbereitung bemerkten einige der Helfer erst nach etwa 20 Minuten, dass es sich um eine Übung handelte. Dennoch wurden die Unfallopfer schnell mit der Hydraulikschere aus dem Auto befreit und an den Rettungsdienst übergeben, dazu war die DRK-Bereitschaft Varel mit zwei Fahrzeugen vor Ort.

Andere Kameraden suchten in der verqualmten Halle den Staplerfahrer, ein weiterer Trupp löschte das Feuer. Nach gut einer Stunde war alles erledigt, dann hieß es das Material für einen nächsten Fall wieder einsatzfähig zu machen. Die Feuerwehren Bockhorn und Grabstede nahmen mit fünf Fahrzeugen und 40 Kameraden an der Übung teil. Das Vorgehen aller und die Zusammenarbeit der Hilfskräfte werden nun ausgewertet. Der Bockhorner Ortsbrandmeister Stephan Bieling zeigte sich schon mal sehr zufrieden: „Alles gut gelaufen“, sagte er. Stephan Köster vom Baustoffhandel Logemann sagte: „Durch diese Übung haben die Kameraden unser Gelände kennengelernt, hoffentlich müssen sie dieses Wissen nie anwenden.“


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