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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Der Autospiegel-Friedhof vom Büppeler Moorweg

14.03.2019

Büppel Plötzlich war der rechte Außenspiegel demoliert: „Ich bin total erschrocken“, erinnert sich Bodo Bobic an den Zusammenstoß auf dem Moorweg in Büppel: „Obwohl ich fast in der Mitte der Straße gefahren bin, hat mich der Telefonmast erwischt“ – und hat die Verkleidung des Autospiegels zersplittert.

Der Holzpfahl der Telekom mit der Nummer „1 513 731“, den der Büppeler mit seinem sehr ausladenden US-Pick-Up-Truck von Ford gerammt hatte, steht nur 20 Zentimeter vom Straßenrand entfernt. Allein der Außenspiegel seines insgesamt 2,70 Meter breiten Fahrzeugs steht 37 Zentimeter heraus. Das wird auf der 4,50 Meter breiten Straße vor allem bei Gegenverkehr problematisch. „Wenn ich also ganz am Straßenrand fahre, habe ich gar keine Chance“, rechnet Bodo Bobic vor.

Das viel größere Problem haben die Autofahrer aber bei Dunkelheit. Dann ist der Telefonmast so gut wie unsichtbar. Denn der schwarz-weiße Leitpfosten mit den Reflektoren steht noch dahinter auf der Berme. Deshalb rechnet auch kein Autofahrer damit, dass der Holzpfahl mit der Telefonleitung noch davor stehen könnte. Auf dem Stück bis zur Oldenburger Straße stehen drei weitere Telekom-Pfähle. Doch diese stehen allesamt etwas weiter weg vom Fahrbahnrand.

Bodo Bobic ist nicht der einzige Autofahrer, dem das Hindernis schon zum Verhängnis wurde. Im Laub am Straßenrand liegen immer wieder Plastikteile und Spiegel. „Es ist ein regelrechter Friedhof der Autospiegel entstanden“, sagt er. Auf Fotos hat er das dokumentiert. Bis Mittwochmittag war der Fahrzeug-Schrott allerdings wegräumt worden.

Bobic wies die Stadt als Eigentümerin der Straße darauf hin, dass der Mast die Verkehrssicherheit am Moorweg gefährde. „Ich war nach meinem Unfall bei der Polizei“, sagt er. Ein Beamter sei rausgefahren und habe sich die Stelle vor Ort angeschaut. „Dann sagte man mir, dass ich einen Kostenvoranschlag für die Reparatur meines Außenspiegels zusammen mit einer Erläuterung der Vorfalls an die Stadt schicken solle.“

Das Ziel: Bobic wollte zumindest ein Teil der Kosten in Höhe von knapp 1000 Euro erstattet bekommen. Doch er blitzte ab. Unter Berufung auf den kommunalen Schadenausgleich teilte die Verwaltung Bobic in einem Schreiben mit, „dass eine Schadenregulierung nicht möglich ist“. „Die Straße ist 4,50 m breit, sodass ein handelsübliches Fahrzeug den Moorweg befahren kann, ohne mit im Straßenseitenraum, der nicht Bestandteil der Straße ist, aufgestellten Telefonmasten zu kollidieren.“

Des Weiteren seien die Masten vor Jahrzehnten von der Telekom aufgestellt worden und nicht von der Stadt. Bei dieser sei auch „bislang kein einziger Schadensfall gemeldet worden, wonach ein Fahrzeugführer mit einem dieser Masten kollidiert wäre“, heißt es in dem Brief weiter. Die Spiegelteile sagen indes etwas anderes aus. „Vielleicht melden sich nach mir ja auch noch weitere Autofahrer, die ihren Außenspiegel dort abgefahren haben“, hofft Bodo Bobic.

Dass er Geld bekommt, hat er sich bereits abgeschminkt. „Da müsste ich wohl zivilrechtlich klagen“, sagte er. Das sei aber langwierig und teuer. Er ärgere sich indes viel mehr darüber, dass sich die Stadt „so lapidar rausreden kann“. Denn Bobic sieht durchaus die Verkehrssicherheit gefährdet. Vor allem bei Dunkelheit. „Der Mast ist nicht beleuchtet und man könnten wenigstens einige Katzenaugen anbringen“, sagt er. Aber dafür ist wohl die Telekom zuständig.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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