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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Einbrechern keine Chance lassen

27.04.2019

Büppel So sicher war es in Büppel wohl noch nie: 15 angehende Polizisten und Polizistinnen waren dort gemeinsam mit erfahrenen Kollegen unterwegs, um zu sehen, wie es dort um den Einbruchschutz der Häuser steht. „Wir haben das schon vorher gemacht und das kam super an – sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Studenten“, erklärte Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland.

Die Polizei schlägt mit der Aktion zwei Fliegen mit einer Klappe: Auf der einen Seite wird die Bevölkerung für den Einbruchschutz sensibilisiert, auf der anderen Seite werden die Polizeikommissaranwärter, wie es offiziell heißt, praktisch geschult.

In Zweier-Teams machten sich die Polizeischüler auf den Weg von Haus zu Haus. Dabei schauen sie nach: Steht ein Fenster auf Kipp? Ist das Garagentor offen und es steht kein Auto drin? Gibt es eine Außenbeleuchtung vor der Haustür? Ist der Briefkasten überfüllt?

Ist jemand zu Hause, machen die angehenden Polizisten auf mögliche Mängel beim Einbruchschutz aufmerksam und verweisen auf die kostenlose Beratung der Polizei. Wird niemand zu Hause angetroffen, hinterlassen die Polizeischüler einen Zettel im Briefkasten, mit dem Hinweis, dass ein oder mehrere Fenster geöffnet waren und dass man sich von der Polizei beraten lassen kann.

Wer glaubt, dass Einbrüche hauptsächlich im Winter Saison haben und sich daher in Frühling und Sommer in Sicherheit wägt, der irrt, erklärt Eugen Schnettler, Präventionsbeauftragter der Polizei in Varel: „Wohnungseinbrüche finden meist zur Mittagszeit statt, weil dann viele Leute unterwegs sind. Ganze Straßenzüge sind dann teilweise leer.“

Schlechte Chancen dürften Einbrecher allerdings bei Ute und Ronald Kramer haben. Nicht nur, dass sämtliche Fenster bei ihnen mit Pilzkopfverriegelungen ausgestattet sind und sich deshalb schwer aufhebeln lassen. Im Haus hält außerdem Australian-Shepherd-Beagle-Mix Luna Augen und Ohren offen.

Die Polizeikommissaranwärter Nico Lange und Christoph Klaus machen mit dem Wachhund gleich Bekanntschaft: Kaum haben sie die Klingeltaste gedrückt, ist von drinnen das Gebell zu hören.

Und tatsächlich können Hunde Einbrecher abschrecken. „Ein Hund unterstützt gut. Viele Einbrecher haben Respekt davor“, sagt Eugen Schnettler. Der Lärm, den ein bellender Hund macht, verschaffe den Einbrechern zu viel Aufmerksamkeit. Rainer Schönborn, Leiter des Kommissariats in Varel, hat einen einfachen Tipp: Wer keinen Hund hat, kann draußen einen Fressnapf aufstellen. Zumindest wenn die Einbrecher das Haus noch nicht lange beobachtet haben, dürfte sie das verunsichern.

Neben solchen Hausmitteln hilft aber vor allem eins: ein aufmerksamer Nachbar, wie Eugen Schnettler nicht müde wird zu betonen. Stehen plötzlich unbekannte Autos mit ortsfremden Kennzeichen in der Straße oder sind dort Menschen unterwegs, die sich verdächtig verhalten und definitiv nicht zur Nachbarschaft gehören, kann man die Polizei gerne darauf aufmerksam machen. „Besser einmal zuviel die Polizei rufen als einmal zu wenig“, sagt Eugen Schnettler. Die Beamten rücken dann aus und kontrollieren Fahrzeuge und Personen.

Diese Vorgehensweise hat außerdem ein langfristige Wirkung: Wird ein Einbrecher einmal von der Polizei kontrolliert obwohl er noch nicht zur Tat schreiten konnte, wird er sich künftig wohl lieber einen „Arbeitsplatz“ suchen, von dem er glaubt, dass die Nachbarn dort weniger aufmerksam sind.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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