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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Sie sind heiß aufs neue Feuerwehrhaus

18.02.2019

Cleverns Die Ortswehr Cleverns sitzt auf heißen Kohlen und ist heiß auf ihre neue Feuerwache, die nun dieses Jahr endlich auch baulich in Angriff genommen werden soll. Auf der Jahreshauptversammlung der Ortswehr stellte Ortsbrandmeister Bernd Eggers den Stand der Planungen vor, und Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers dankte den Brandschützern für ihre Engelsgeduld. Denn das nach einer Forderung der Feuerwehrunfallkasse geplante Vorhaben verzögerte sich – wie berichtet – um rund eineinhalb Jahre. Grund für die Vollbremsung inmitten der schon angelaufenen Vorbereitungen waren Fehler in der Baukostenberechnung: Die neue Feuerwache war viel zu günstig kalkuliert worden. Tatsächlich wird der Teil-Neubau am Birkenweg rund 800 000 Euro kosten.

Voraussichtlich im Juni/Juli soll es losgehen, zuvor ist eine große Abrissparty in der Fahrzeughalle geplant. Ein Datum für die Clevernser Feuerwehrfete gibt es allerdings noch nicht.

Neues Fahrzeug 2020

Auch Dieter Janßen, Vorsitzender des jeverschen Feuerwehrausschusses, dankte den Feuerwehrleuten und betonte, dass der Stadt ihre Feuerwehren lieb und teuer seien und beschafft werde, was beschafft werden muss. Neben dem Neubau der Feuerwache steht in Cleverns auch die Neubeschaffung eines Löschfahrzeuges (LF 10/6) auf der Agenda. An der Ausstattung wird gerade geplant und mit dem Hersteller gesprochen. Am morgigen Dienstag ist die Arbeitsgruppe zur Vergleichsvorführung in Wunstorf. Rund 290 000 Euro wird das Fahrzeug kosten, das 2020 nach Cleverns in die dann neue Fahrzeughalle fährt. „Wir investieren in Feuerwehrhaus und Fahrzeuge gerade 1,1 Millionen Euro in die Feuerwehr Cleverns – so viel wie noch nie auf einmal“, sagte Janßen.

So viel wie noch nie, das trifft auch auf die Einsatzzahlen des vergangenen Jahres zu: 42 mal wurden die 31 Clevernser Feuerwehrleute alarmiert. Oft am Wochenende, oft auch mitten in der Nacht, während der Arbeitszeit – oder wenn man mal gerade unter der Dusche steht. 30 Brandeinsätze, zehn Hilfeleistungen und zwei Alarmübungen sind im Jahresbericht notiert.

In bedrückender Erinnerung bleibt dabei der schwere Verkehrsunfall auf der B 210, zu dem im vergangenen Mai auch die Clevernser zu Hilfe eilten. Vier Tote waren zu beklagen.

Riesenglück hingegen hatten zwei alkoholisierte Jugendliche, die in einer Oktobernacht in halsbrecherischem Tempo über die Clevernser Dorfstraße rasten, in einer Kurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren, gegen einen Findling und einen Baum prallten, sich überschlugen und direkt im „Auffangzaun“ vor der Kirche landeten. Die beiden Jugendlichen kamen mit leichteren Blessuren davon.

Gebrannt hat es auch: So löschten die Clevernser im Oktober einen Dachstuhlbrand in der Mendelssohnstraße in Jever – Brandstiftung, wie sich später herausstellte. Im Juli hatte eine defekte Spülmaschine einen Wohnungsbrand in der Anton-Günther-Straße ausgelöst.

Ein Ärgernis bleiben die schlecht gewarteten Brandmeldeanlagen. 18 Mal mal mussten die Clevernser im vergangenen Jahr ausrücken, weil die Anlagen Alarm gaben. Oft zu recht, oft war es aber auch falscher Alarm. Das wird vor allem deshalb zunehmend zum Problem, weil Feuerwehrleute dann Hals über Kopf ihren Arbeitsplatz verlassen oder mitten aus der Nach aus dem Schlaf gerissen werden, um zum Einsatz zu eilen.

Fehlalarme ein Problem

Wenn dann oft nur Achselzucken kommt, weil der Betreiber seine Brandmeldeanlage nicht gewartet hat, wirkt sich das erstens negativ auf die Motivation der Feuerwehrleute aus, sagt Bürgermeister Jan Edo Albers. Und zweitens machen da irgendwann auch die Arbeitgeber der freiwilligen Feuerwehrleute nicht mehr mit. „Das muss erst richtig teuer werden für die nachlässigen Betreiber der Anlagen“, so Ortsbrandmeister Eggers.

Ausbildungs- und Dienstbetrieb vor Ort in Cleverns und Heißausbildung im Brandtrainer im Ammerland gehörten außerdem zum Dienstjahr mit alles in allem 2852 Stunden für die Einsatzabteilung.

Beförderungen gab es auch: Bernd Eggers ernannte die Anwärter Annika Hajen und Mathias Frerichs zur Feuerwehrfrau beziehungsweise zum Feuerwehrmann. Und Oliver Kässens’ Schulterklappen zieren nun die Abzeichen eines Oberlöschmeisters.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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