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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Manche Helden tragen Plüsch

24.07.2019

Collstede Nicht alle Kameraden bei der Freiwilligen Feuerwehr tragen Helm und Schutzkleidung. Manche tragen Fell, sind kaum 30 Zentimeter groß und haben eine schwarze Schnauze: Tröstbären. In brennende Häuser wagen sich die Plüschkameraden allerdings nicht. Sie kümmern sich eher um die Jüngsten unter den Betroffenen eines Unglücks – wie zuletzt am Montag in Collstede.

Die Deutsche Teddy-Stiftung

Teddybären in jedem Krankenwagen, Feuerwehrauto, Streifenwagen und Krankenhaus – das ist das erklärte Ziel der Deutschen Teddy-Stiftung. 1998 gegründet konnte die Stiftung bereits mehr als 100 000 Teddybären verteilen. Die Stiftung kann durch Spendengelder unterstützt werden oder indem man ihre Teddybären kauft. Der Teddy ist 28 Zentimeter groß und trägt weder Feuerwehrkleidung, Polizeiuniform oder Arztkittel. Die Stiftung hat ihre Wurzeln in den USA.

Hier war ein plüschiger Wegbegleiter sogar Auslöser des Einsatzes: Ein Teddy war neben einer eingeschalteten Herdplatte liegen gelassen worden, fing Feuer und hüllte die ganze Wohnung in Rauch. Nachdem die Feuerwehrleute den angebrannten Teddy nach draußen gebracht und die Wohnung gründlich durchgelüftet haben, konnte die Familie mit drei Kindern wieder in die Wohnung zurückkehren.

Nur: Den Kindern fehlte jetzt ein Teddy.

Aber mit in den Einsatz fahren auch immer ein paar der Trostteddys und so konnte Neuenburgs Ortsbrandmeister Harm Langediers den Kindern gleich einen neuen Teddy überreichen.

„Glücklicherweise haben wir nicht oft Einsätze, bei denen Kinder betroffen sind“, erklärt Mario Bruns von der Freiwilligen Feuerwehr Neuenburg. „Das Leuchten in den Augen – besonders bei dem kleinsten Kind – war aber groß. Auch wenn es erst einmal skeptisch geguckt hat. Aber es passte ja, weil der erste Teddy bei dem Brand verloren gegangen ist“

Für die Plüschbären im Einsatz hat die Feuerwehr im Übrigen kein extra Budget, sondern ist auf Spenden angewiesen. Erst vor einigen Tagen wurden in Varel 120 Tröstbären an den Rettungsdienst Friesland überreicht. Sie fahren in den Krankenwagen mit, um dort die jüngsten Patienten zu beruhigen und zu trösten. Auch wenn die Kleinsten Schmerzen haben oder der Schock über ein Unglück tief sitzt, helfen die Teddybären, die Kinder wieder zu beruhigen, was die Arbeit der Rettungskräfte erheblich leichter macht und die Erinnerung mit einem positiven Erlebnis überlagert.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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