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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Feuerwehr befreit in Dangast Kinder aus Fahrstuhl

12.09.2019

Dangast Es sollte ein lustiger Spaß werden. Für zwei Kinder wurde eine unbeaufsichtigte Fahrt mit dem Fahrstuhl vom Erdgeschoss in den ersten Stock der Friesenhörn-Klinik in Dangast aber plötzlich bitterer Ernst: Die acht- und elfjährigen Abenteurer blieben mit dem Aufzug stecken.

Eine Stunde saßen sie auf engstem Raum fest. Erst dann wurden die beiden Kinder von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Borgstede-Winkelsheide befreit. „Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die beiden“, sagte Thomas Bruns, Geschäftsführender Gesellschafter der Friesenhörnklinik am Dienstagmorgen auf Nachfrage des „Gemeinnützigen“. Es wurde niemand verletzt. Nur die Türen des Fahrstuhls nahmen Schaden.

Dass der Fahrstuhl in der Mutter-Kind-Klinik in Dangast stecken bleibt, hat es jahrzehntelang nicht gegeben. „Ich habe das in den vergangenen 28 Jahren nicht erlebt“, sagte Thomas Bruns. Dennoch gibt es für den Fall der Fälle einen Rettungsplan. Doch dieser habe am Montagabend zunächst versagt.

Bleibt der Aufzug stecken, werden die Techniker eines Dienstleisters über eine Notfallnummer telefonisch alarmiert. Dies ist auch geschehen. „Der Dienstleister ist aber nicht erschienen“, berichtete Thomas Bruns.

Während der Wartezeit wurden die Sorgen der beiden Mütter immer größer und auch die Kinder im Fahrstuhl immer unruhiger. Auch als der zertifizierte Fahrstuhlspezialist der Klinik – der Mitarbeiter wurde für solche Fälle eigens geschult – eintraf, ließen sich die Türen einfach nicht öffnen. „Eine Patientin hat dann die Feuerwehr gerufen“, sagte Thomas Bruns.

Um 19.20 Uhr rückte die Ortswehr Borgstede-Winkelsheide an. Doch auch die Kameraden hatten zunächst Schwierigkeiten, die beiden Kinder zu befreien. „Mit einem Standardschlüssel, der in einem Schaltschrank hinterlegt ist, gelang es uns, den Fahrstuhl zu bewegen“, sagte Ortsbrandmeister Michael Asseln. Schließlich schafften es die Kameraden, die Türen zu öffnen und es gelang ihnen, die Kinder zu befreien. Die Feuerwehr hatte stets die Kontrolle über das Geschehen. „Wir hatten über die Gegensprechanlage ständigen Kontakt zu den Kindern im Fahrstuhl“, sagte der Ortsbrandmeister.

Der Fall zeigt wieder einmal, wie vielseitig die Feuerwehrleute in Varel ausgebildet sind. Zwar gebe es keinen Sonder-Lehrgang, um solche Situationen zu üben. „Wir wissen aber, wie wir uns auf dieser Notfallebene verhalten müssen“, sagte Asseln.

Für den Dienstleister, der trotz des Notrufes aus Dangast nicht zum Einsatz in der Friesenhörn-Klinik erschienen war, hat der Abend noch ein Nachspiel. „Wir werden uns beschweren“, kündigte Thomas Bruns an. Es müsse sichergestellt sein, dass der vorgegebene Rettungsplan im Notfall auch funktioniere.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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