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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Zeugenaussage: Dangasterin berichtet vom Überfall

04.09.2015

Dangast /Varel /Oldenburg Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen den 31 Jahre alten Mann aus Varel, der vor acht Jahren in Dangast eine damals 69-jährige Frau in deren Wohnung überfallen, schwer misshandelt und ausgeraubt haben soll, hat am Donnerstag das Opfer als Zeugin ausgesagt. Eigentlich wolle sie sich nicht mehr an das Geschehen von damals erinnern, sagte die heute 77-Jährige.

Ihre Erinnerungen sind bruchstückhaft, die Zeit hat die Einzelheiten der äußerst brutalen Tat verblassen lassen. „Ich habe immer noch Kopfschmerzen“, so die Zeugin, die von den Tätern damals mit Fäusten und einer Waffe geschlagen, getreten und gefesselt worden war. Augen und Mund der Frau hatten die Räuber mit einem Klebeband verklebt. Die Täter hatten damals an der Tür geklingelt und die Frau sofort niedergeschlagen, als sie öffnete.

Das Hörgerät war der Frau aus den Ohren geprügelt worden. Wenn sie heute das Hörgerät herausnehme, herrsche „himmlische Ruhe“, dann wolle sie gar nicht mehr an damals denken, sagte die 77-Jährige, die sich nach eigenen Angaben nach dem endgültigen Vergessen des grausigen Geschehens sehnt.

An dem Klebeband haben Ermittler acht Jahre nach der Tat eine DNA-Spur gefunden, die dem Angeklagten zuzuordnen war. Diese Spur ist auch so ziemlich das einzige, was die Anklage in der Hand hält. Der Angeklagte selbst schweigt. Bis zu drei Täter sollen es damals gewesen sein. Sie waren maskiert und bewaffnet gewesen. Einer habe eine Halbglatze gehabt, so wie der Angeklagte, sagte die 77-Jährige am Donnerstag. Nur: Halbglatzen gibt es viele. Die DNA-Spur soll nach Auffassung der Anklage den Beweis bringen. Doch da wird die Verteidigung noch ein Wörtchen mitreden. Wie war das Material all die Jahre gelagert, wie wurde es zur Untersuchung übersandt? Für die Verteidigung soll die sichergestellte Spur nicht für einen Schuldspruch ausreichen.

3200 Euro hatten die Räuber damals erbeuten können. Wie viel es tatsächlich war, ist unklar. Die 77-Jährige hatte in ersten Vernehmungen von zwei Männern ost- oder südeuropäischer Herkunft gesprochen, am Donnerstag sagte sie, es seien drei Täter gewesen. Durch die wuchtigen Schläge gegen den Kopf soll sie damals kurzfristig benommen gewesen sein. Das Verfahren wird am 10. September fortgesetzt.

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