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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Bergung In Ellenserdammersiel: Dieses Teil löste den Bombenalarm aus

15.05.2017

Ellenserdammersiel Es sieht zumindest so ähnlich aus wie eine Bombe oder Granate. Als harmloses aber massives und schweres Stahlteil stellte sich der vermeintliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg heraus. „Schade, eigentlich hätte ich lieber eine Bombe gefunden“, scherzte Sprengmeister Hans Mohr unmittelbar nach der Ausgrabung am Samstagmorgen. Dennoch zeigte sich auch der Experte vom Kampfmittelräumdienst erleichtert, dass er schließlich nicht doch noch eingreifen musste.

Züge fahren wieder

Um 10.43 Uhr gab Ralph Blumroth, leitender Bauüberwacher der Deutschen Bahn, die Strecke frei. Die für Sonntag geplante Evakuierung der Anwohner und die zahlreichen Straßensperrungen, unter anderem der Autobahn 29, wurde abgeblasen. „Wir brauchen den Rummel nicht“, sagte Blumroth. Seit dem frühen Montagmorgen fahren wieder die Kohle-, Öl- und Personenzüge.

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Ja, das muss sein

Bei der Ertüchtigung der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven waren bei Ellenserdammersiel unter dem Gleisbett zwei „Anomalien“ geortet worden. Bei der ersten konnte bereits am frühen Samstagmorgen Entwarnung gegeben werden. Nach Auskunft von Ralph Blumroth handelte es sich nicht um den befürchteten Bombenfund, sondern „um die Verdickung einer alten Rohrleitung“.

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Im Falle einer Bombe: „Sprengung wäre möglich gewesen“

Bei der zweiten Fundstelle mussten aber die Bagger anrücken. Zunächst wurde am Samstag ein Gleisstück herausgenommen, dann ging es in die Tiefe zwischen vier Spundwänden. Dabei wurde diverser Schrott gefunden. „Das ist wie eine Müllkippe hier, vermutlich sind auch Teile von einem früheren Brückenbau dabei. So hat man das damals gemacht“, sagte Ralph Blumroth.

Rätsel um Fundstück

Der Fund sei nichts „bahntypisches“, sagte der leitende Bauüberwacher nach der Ausgrabung und rätselte, um was es sich bei dem 80 Zentimeter großen Stück mit einem langen Eisenrohr handelt. „Das Teil sieht so aus, als wäre es eine Injektionslanze, die senkrecht in den Boden eingebracht wurde“, mutmaßte Ralph Blumroth. Auch eine Kette wurde gefunden. „Diese ist vermutlich deshalb dran, um das Ganze wieder herauszuziehen“, so der Experte.

Warum die Grabung nötig war, erläuterte Sprengmeister Hans Mohr: „Selbst modernste Messtechnik lässt es heute noch nicht zu, eine Bombe, die aus Eisen ist, von anderen massiven Stahlkörpern im Boden zu unterscheiden.“ Das galt auch für die in Ellenserdammersiel georteten Teile. „Die Form und das Bild, das die Messsonde dargestellt hat, hat ergeben, dass es sich um einen Blindgänger handeln könnte“, sagte Ralph Blumroth. Das Teil ist so schwer, dass es ein Mensch alleine nicht tragen kann.

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