• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Kontakt
  • Werben
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Ehefrau getreten und Haare ausgerissen

15.10.2014

Varel /Oldenburg Wegen brutalster Körperverletzungen muss sich seit Dienstag ein 34 Jahre alter Mann aus Varel in einer Berufungsverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten zur Last, am 23. Januar dieses Jahres auf dem Parkplatz des Vareler Jobcenters auf seine Ehefrau eingetreten und eingeschlagen zu haben. Die Frau habe einen Nasenbeinbruch davongetragen, außerdem seien ihr Haarbüschel ausgerissen worden.

Die Frau hatte sich von dem Angeklagten getrennt und lebte bereits in einer eigenen Wohnung. Nach der angeklagten Attacke soll sie sich mit ihren Kindern längere Zeit in einem Frauenhaus aufgehalten haben. Zu gewaltsamen Übergriffen auf seine Ehefrau soll es schon früher gekommen sein. Zeugen gegenüber hatte die Frau auch von Vergewaltigungen und Schlägen gesprochen, die einen Milzriss zur Folge gehabt hätten.

Die Trennung wollte der Angeklagte offenkundig dann erst recht nicht akzeptieren. Die 22-Jährige hatte in Varel ein Ehepaar kennengelernt, mit dem sie offen sprechen konnte. Sie könne sich jederzeit melden, hatte das Ehepaar der 22-Jährigen zugesagt. Am Tattag war es dann wieder soweit gewesen, die 22-Jährige musste reden. Mit dem Ehepaar verabredete sie ein Treffen auf dem Parkplatz des Vareler Jobcenter. Dort war es zu dieser Zeit menschenleer.

Die 22-Jährige hatte dem Ehepaar dann von den früheren Übergriffen berichtet und Wunden und Narben gezeigt. Dazu soll sie ihr T-Shirt leicht hochgeschoben haben. Das Ehepaar konnte dann aber nicht länger bleiben, zumindest die Ehefrau nicht.

Sie musste wieder nach Hause zu ihren Kindern. Nur der Ehemann blieb noch. Er wollte der 22-Jährigen nun zeigen, dass auch er Kratzspuren am Oberkörper hatte. Dazu schob auch er sein T-Shirt hoch. Das alles hatte der Angeklagte heimlich beobachtet. Er soll nun mit äußerster Brutalität auf die beiden eingetreten und eingeschlagen haben. Schon einmal musste sich der Angeklagte wegen der Vorwürfe vor Gericht verantworten.

Das Amtsgericht in Varel hatte ihn zu 21 Monaten Haftstrafe verurteilt. Gegen dieses Urteil hatten aber sowohl die Anklage als auch die Verteidigung Berufung eingelegt. Während die Anklage eine höhere Strafe fordert, will der Angeklagte einen Freispruch.