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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Prävention: Einige haben sogar schon mal probiert

06.02.2013

Zetel „Kann man mit Alkohol Probleme aus dem Weg schaffen?“ „Wird Alkoholtrinken schnell zur Sucht?“ „Werden die Organe angegriffen?“ All dies waren Fragen, die Schüler der Klasse 7Ha der Haupt- und Realschule Zetel am Dienstag ihrem Besuch in der Klasse gestellt haben. Zu Gast im Unterricht waren Marion Hundorf und Georg Gerdes, beide Mitglieder der Guttempler-Gemeinschaft Zetel. Sie sprachen in der Klasse übers Thema Alkohol, der Sucht und ihren Auswirkungen.

Die beiden Mitglieder der Guttempler wussten, worüber sie sprachen. Gerdes, 66 Jahre, war selbst alkoholabhängig. Entgiftung und Langzeittherapie liegen hinter ihm. „Wenn ich 1982 nicht den Schritt gemacht hätte, wäre ich tot“, sagt er unumwunden. Der Arbeitgeber drohte mit Kündigung, die Ehefrau mit Scheidung, und der Arzt prophezeite einen baldigen Tod, wenn er nicht mit dem Trinken aufhört. „Ist es schwer, damit aufzuhören?“, lautete dann auch eine Frage der Schüler. „Ganz schwer“, betonte Gerdes. „Man braucht medizinische und psychische Hilfe.“ Er hat bei den Guttemplern Stabilität gefunden, und auch seine Frau schloss sich zu seiner Unterstützung der Gemeinschaft an. Das alles war vor fast 30 Jahren. Auch heute gibt es im Haushalt Gerdes keinen Tropfen Alkohol, auch nicht zu besonderen Anlässen. Denn Guttempler sind davon überzeugt, dass Alkohol und andere Drogen eine ernste Bedrohung bedeuten. Ihre Entscheidung ist es, bewusst frei von diesen Substanzen zu leben.

Marion Hunold, 48 Jahre, war nie alkoholsüchtig, aber sie ist Angehörige. Mit ihrem alkoholabhängigen Ex-Mann hat sie nach eigenen Angaben eine „Höllenehe“ hinter sich. Allein durch die Hilfe ihrer Eltern sei sie da herausgekommen. Auf die Frage: „Provoziert man durch Alkohol Streit?“, wusste sie aus Erfahrung zu berichten: „Ja, gewaltig – Aggression und Streit.“

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Im weiteren Gespräch berichteten die Schüler von eigenen Erfahrungen mit betrunkenen Menschen – einige sogar von ihren ersten Probeschlucken im Beisein der Eltern. „Schmeckt ekelig“, hieß es zumeist. Gerdes wies darauf hin, dass Kinder unter 14 Jahren laut Jugendschutzgesetzt keinerlei Alkohol in der Öffentlichkeit trinken dürfen.

Sein Anliegen ist es, bei den Jugendlichen eine „kritische Distanz zum Alkohol“ zu vermitteln. Ihm habe diese in jungen Jahren gefehlt.

Zum Abschluss konnten die Schüler selbst probieren, wie es wohl ist, etwa 1,2 Promille Alkohol im Blut zu haben. Sie durften eine entsprechende Promille-Brille aufsetzen und dann versuchen, auf einer geraden Linie zu gehen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 

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Anke Wöbken Varel / Redaktion Friesland
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