• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Einsatz auf Fähren muss besonders geübt werden

17.11.2010

WANGEROOGE „Wir haben ein Feuer auf der MS ,Wangerooge‘, sieben Personen werden vermisst“, so lautete der Notruf, der die Rettungsleitstelle des Landkreises Wittmund am Montagabend erreichte. Zum Glück handelte es sich dabei nur um eine groß angelegte Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren aus Carolinensiel und Berdum.

Angenommen wurde, dass es einen Brand im Maschinenraum der Wangerooge-Fähre gegeben hat und dadurch der untere Fahrgastbereich stark verqualmt wurde. Schwerpunkte der von Jens Fremy und Thomas Gruben ausgearbeiteten Übung waren Menschenrettung, Einsatzstellenkommunikation und Brandbekämpfung auf Schiffen.

„Die Brandbekämpfung auf einem Schiff ist etwas völlig anderes als Löscharbeiten in einem Haus“, sagt Sven Meyer, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Wittmund. Zum einen sei ein Schiff wie die MS „Wangerooge“ sehr beengt, zudem heizt sich der Stahl des Schiffskörpers extrem auf. „Man kann auch nicht wie bei einem Haus ein Fenster aufmachen, um Hitze und Qualm abziehen zu lassen“, erklärt er. Alles das seien Gründe, die eine Einsatzübung der Feuerwehren auf dem Schiff sinnvoll machen.

Im Ernstfall würde die Feuerwehr Wittmund allerdings nur zum Einsatz auf dem Schiff kommen, wenn es gerade am Anlieger läge. Würde auf See etwas passieren, kämen spezielle Schiffsbrandbekämpfungseinheiten des Landes in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und der Wasserschutzpolizei zum Einsatz. „Und läge das Schiff gerade im Hafen Wangerooge, müssten die Kameraden der Wangerooger Feuerwehr ausrücken“, so Meyer.

Unter schwerem Atemschutz durchsuchten Feuerwehrleute das bis zu 760 Personen fassende Fahrgastschiff der Reederei Warrings. Schnell konnten alle „Vermissten“ gerettet und der Brandherd im Maschinenraum bekämpft werden.

Anschließend fand eine Begehung des Schiffs statt, in der Kapitän Alberts auf alle Gefahrenpunkte und Rettungsmaßnahmen hinwies. In der Nachbesprechung zogen die Einsatzkräfte ein positives Resümee. Besonders hervorgehoben wurde jedoch die gute Zusammenarbeit beider Wehren gerade im Bereich Atemschutz und Menschenrettung.

Im Frühjahr soll erneut eine Brandbekämpfungs- Übung auf der MS „Wangerooge“ stattfinden. Dann sollen die Erkenntnisse der ersten Übung nochmals vertieft werden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.