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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Fahrt im Vollrausch kostet Jäger Jagdschein

10.03.2016

Varel /Oldenburg Wegen vorsätzlichen Vollrausches ist ein 53-Jähriger Vareler zu einer Geldstrafe von 3000 Euro und einer 18-monatigen Führerscheinsperre verurteilt worden. Dieses, vom Amtsgericht in Varel erstinstanzlich gefällte Urteil, ist am Mittwoch vor dem Oldenburger Landgericht rechtskräftig geworden. Damit verliert der Angeklagte, der Jäger ist, auch seinen Jagdschein. Gegen das Vareler Urteil hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte Berufung eingelegt.

Was er denn mit seinem Rechtsmittel erreichen wolle, das erste Urteil sei doch maßvoll, fragte der Vorsitzende Richter Alexander Wiebe den Angeklagten. Eine Abschwächung des Urteils sei das Ziel, erklärte für den Angeklagten dessen Verteidiger. Doch damit konnte sich die Oldenburger Berufungskammer nicht anfreunden.

Bereits 2012 verurteilt

Sie tendierte mehr zu einer Verschärfung des Urteils, wie es auch die Staatsanwaltschaft forderte. Die Verteidigung zog nach langem Zögern ihre Berufung zurück, nachdem zuvor auch der Anklagevertreter erklärt hatte, auf sein Rechtsmittel zu verzichten.

Es hätte alles viel schlimmer kommen können, auch wenn der Angeklagte das nicht so sieht. Bereits 2012 war der 53-Jährige wegen einer Trunkenheitsfahrt verurteilt worden. Um den drohenden Verlust des Jagdscheins zu verhindern, hatte er Bekannte zu der Aussage angestiftet, sie seien 2012 gefahren und nicht er. Das Ende: Der Angeklagte wurde wegen Anstiftung zur Falschaussage erneut verurteilt, ebenso seine Bekannten.

Das zweite Urteil gegen ihn war noch in der Berufung, da wurde er erneut betrunken am Steuer erwischt – diesmal mit mit einem Blutalkoholwert von 2,15 Promille. Auf dem Weg zu einem Restaurant hatte er mehrere dort parkende Fahrzeuge beschädigt.

Keine Abmilderung

Vor dem Hintergrund der gesamten Geschehnisse konnte es am Mittwoch nicht zu einer Abmilderung des Vareler Urteils kommen. Um den Führerschein wiederzubekommen, muss der Angeklagte vorerst die Hürde der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) nehmen. Und auch bezüglich der Frage, ob er jemals wieder Jäger sein kann, sieht es eher düster aus.