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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Einsatzübung: Feuerwehr hat einige Schikanen zu bewältigen

24.05.2017

Neu Augustengroden Er hat so viele Übungsszenarien im Kopf – am liebsten würde Eike Janßen, stellvertretender Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Hohenkirchen, täglich eine Übung ansetzen. „Aber das wäre ja übertrieben“, meint er und schmunzelt.

Das Übungsszenario Flugzeugabsturz hat Janßen gemeinsam mit Timo Agena ausgearbeitet. „Leider haben wir kein Flugzeug bekommen – auch Wracks sind sehr teuer“, sagt Agena. Deshalb musste ein alter Corsa herhalten, den die Firma Triebsch (Hooksiel) gestellt und die Firma Mewes auf die Wiese im Neu Augustengroden transportiert hat. Landwirt Fred Hibbeler hatte das Feld gestellt und extra kurz gemäht, Joachim Heinen hat dem Vorbereitungsteam seine Scheune zur Verfügung gestellt. „Klasse, wie wir unterstützt werden“, loben Agena und Janßen.

Auch das Jugendrotkreuz Jeverland hat wieder geholfen: Das Team „Realistische Unfalldarstellung“ schminkte die drei Unfallopfer – die kamen von der Feuerwehr Eggelingen. Anne-Dominique Leroy vom Jugendrotkreuz ist durchaus stolz auf ihre „Verletzten“: Einem Absturzopfer wurde die rechte Hand abgerissen – sie liegt ein paar Meter weiter im Feld, muss von den Einsatzkräften gefunden und schnellstens auf Eis gepackt werden. Nur dann kann sie im Krankenhaus später möglicherweise wieder angesetzt werden.

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Pilot und Copilot, die im Cockpit des Viersitzers eingeklemmt und freigeschnitten werden müssen, haben ein Schädel-Hirn-Trauma und Brüche, darunter ein gebrochenes Becken. Das vierte Opfer ist eine Puppe – sie wird tot im Graben entdeckt. „Wir stellen grundsätzlich keine Toten dar“, erklärt Leroy.

Sie ist genau wie die Beobachter der Feuerwehr sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung – „auch wenn es natürlich an einigem zu arbeiten gibt“, sagt Janßen.

Natürlich hatten die Einsatzkräfte mit Schikanen klarzukommen: Zum einen ist der Absturzort des Flugzeugs, das sich auf dem Landeanflug auf Harlesiel befand, im Groden schwierig zu finden – da half nur: Augen auf. Zum Glück wiesen Qualmwolken brennender Wrackteile den Einsatzkräften den Weg.

Zum anderen: Ein Auto blockiert die Zufahrt zum Feld. Bis der Halter gefunden ist, müssen die Einsatzfahrzeuge auf dem Deichweg stehen bleiben und die Einsatzkräfte laufen – 700 Meter sind kein Pappenstiel, wenn es schnell gehen muss.

Doch die Feuerwehr weiß sich zu helfen: Einsatzleiter Eike Eilers lässt Rettungsmittel wie Hydraulische Schere und Spreizer, Stromerzeuger und Erste-Hilfe-Ausrüstung vom Löschgruppenfahrzeug aufs Mannschaftstransportfahrzeug Tettens umladen – das passt nämlich am blockierenden Auto vorbei.

Die Ortswehr Neugarmssiel richtet parallel die Wasserentnahmestelle am Graben ein und beginnt mit dem Löschwassertransport – die knapp 450 Meter Schlauchleitung müssen per Hand verlegt werden, da der Schlauchwagen ebenfalls nicht aufs Feld kann.

„Glücklicherweise traf rasch der Rettungsdienst ein. Die Kräfte des DRK sind für solche Szenarien natürlich viel besser ausgestattet und viel besser ausgebildet“, meint Einsatzleiter Eike Eilers.

Die Ausrückzeiten der Feuerwehren waren übrigens hervorragend: Drei Minuten nach Alarmierung war die Wehr Hohenkirchen auf dem Weg, als erstes am Absturzort war die Wehr Neugarmssiel: Um 19.09 Uhr war das erste Einsatzfahrzeug da.


Video unter   www.youtube.com/nwzplay 
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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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