• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Große Trauer um verunglückten 22-Jährigen

19.06.2017

Bockhorn Nach dem tödlichen Unglück auf dem Gelände der stillgelegten Ziegelei an der Urwaldstraße in Bockhorn herrscht große Betroffenheit und Anteilnahme in Bockhorn. Am Wochenende trafen sich viele Freunde des jungen Mannes aus Bockhorn am großen Tor vor der Ziegelei, sie legten Blumen ab und zündeten Kerzen an. Ein großes Holzkreuz nennt für alle, die dort vorbeikommen, gut sichtbar den Namen des Verunglückten: Marcel. Zehn Tage vor dem tödlichen Unglück hatte er seinen 22. Geburtstag gefeiert.

Der junge Mann war am Freitagabend bei einer privaten Party bei einem Freund an der Urwaldstraße zu Gast. In der Nacht verließ er die Party, überquerte die Straße, um zusammen mit einem 19-jährigen Freund aus Zetel die stillgelegte Ziegelei zu erkunden. Dabei brach er durch das Dach der großen Produktionshalle und stürzte zehn Meter in die Tiefe. Auch der 19-Jährige stürzte ein, landete aber nach wenigen Metern Fall auf einem der stillgelegten Öfen. Der Zeteler rannte zurück zur Party und alarmierte sofort die Rettungskräfte. Der 22-jährige Bockhorner erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Gegen 3 Uhr in der Nacht zu Samstag war der Alarm eingegangen. Die Feuerwehrkameraden und der Rettungsdienst hatten es nicht leicht, zur Unfallstelle und zu dem Verletzten vorzudringen: Schon die Anfahrt war erschwert, weil Randalierer die schwarz-weißen Begrenzungspfosten an der Urwaldstraße herausgerissen und auf die Fahrbahn geworfen hatten. Außerdem ist die Zufahrt zum Gelände der Ziegelei mit einem schweren Rolltor versperrt. Die Feuerwehrkameraden mussten es aushebeln, um überhaupt auf das Gelände zu kommen. Bis das geschafft war, eilten Kameraden zu Fuß zur Unglücksstelle, um Hilfeausrüstung dorthin zu tragen.

Die Zufahrt der Ziegelei ist zwar versperrt, zu Fuß ist es aber möglich, das Gelände zu betreten. Allerdings ist das verboten. Das Gelände gehört der Firma Wienerberger, einige Hallen sind vermietet. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Neugierige insbesondere abends oder nachts das Gelände der ehemaligen Klinkerziegelei erkunden. Seit 2009 ist die Ziegelei stillgelegt.

Auch für die Feuerwehr war der Einsatz sehr belastend, sagt der Ortsbrandmeister Stefan Bieling. Nachdem die Kameraden wieder abgerückt waren, versammelten sie sich noch im Feuerwehrhaus, um die Tragödie zu verarbeiten.

Weitere Nachrichten:

Wienerberger | Feuerwehr | Ziegelei Tapken