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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

„Geben unseren Seenotrettern das beste, was es gibt“

14.10.2019

Horumersiel Als die Sektflasche an der Seite des neuen Horumersieler Seenotrettungsboots zerschellte, ertönte lautes Getute: Die Rettungsboote der umliegenden Stationen und mancher Skipper mit dem Typhon hießen die „Wolfgang Paul Lorenz“ in den Reihen der DGzRS-Rettungsboote willkommen.

Die Eckdaten des Neubaus

Das SRB „Wolfgang Paul Lorenz“:
 Länge über Alles: 10,1 Meter
 Breite über Alles: 3,61 Meter
 Tiefgang: 0,96 Meter
 Verdrängung: 8 Tonnen
 Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h)
 Besatzung: Freiwillige
 Antrieb: ein Propeller, 380 PS

Wie alle Einheiten der Seenotretter sind die neuen Seenotrettungsboote als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im Netzspantensystem gebaut. Sie zeichnen sich durch hohe Seetüchtigkeit aus – in Grundsee und Brandung und selbst bei Grundstößen.

Horumersiel zählt zu den ältesten Stationen der Seenotretter. Bereits 1866, ein Jahr nach Gründung der DGzRS, wurde in Horumersiel ein erstes Ruderrettungsboot stationiert. Heute engagieren sich auf der DGzRS-Station Horumersiel 15 freiwillige Seenotretter/innen um Vormann Günter Ihnken.

Das neue 10,1-Meter-Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ hat auf der Freiwilligen-Station Horumersiel die 1994 in Dienst gestellte und seit 2004 in Horumersiel stationierte „Baltrum“ abgelöst. Dieses 8,5 Meter lange Seenotrettungsboot wird von der DGzRS außer Dienst gestellt. Das Boot wird allerdings im Seenotrettungsdienst bleiben und an die Dansk Søredningsselskab, einen Freiwilligen-Seenotrettungsdienst in Dänemark, übergeben.

    seenotretter.de

Zur Taufe des SRB 75 herrschte großer Bahnhof im Hafen Wangersiel: Die Freiwilligen der Stationen Neuharlingersiel mit der „Neuharlingersiel“, Wilhelmshaven mit der „Peter Habig“ und Wangerooge mit der Fritz Thieme sowie der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ aus Hooksiel erwiesen der Horumersieler „Wolfgang Paul Lorenz“ die Ehre – und gaben ihr bei der anschließenden Jungfernfahrt auf der Außenjade das Geleit.

„Nach dem Retten ist das schönste für uns Seenotretter die Taufe eines Schiffs: Wir geben unseren Rettungsleuten das beste, was es gibt“, sagte DGzRS-Vorsitzender Gerhard Harder. Das neue Horumersieler Boot ist ein Seenotrettungsboot der neuesten Generation. Sie ist ausgesprochen seetüchtig und hat hervorragende Fahreigenschaften. Der Neubau ist mit modernster Technik ausgestattet und mit 380 PS deutlich leistungsstärker als sein Vorgänger. Der Vorsitzer erinnerte daran, dass die DGzRS sich rein aus Spenden finanziert – auch die Neubauten: „Sie tun nun 30 Jahre lang etwas Gutes – und Ihr Name kündet davon“, sagte er an die Frau des Stifters gerichtet.

Harder nutzte die Gelegenheit, den freiwilligen Seenotrettern für ihren Einsatz zu danken: „Sind sie Helden? Das lehnen sie ab. Aber sie fahren raus, wenn alle anderen reinkommen.“

Und er würdigte insbesondere die Wangerooger um Vormann Roger Riehl: „Wenn ich Eure Einsatzdokumentationen sehe – das ist nicht mal zum Feierabend raus, sondern morgens um 5 und nachts um 2 für Krankentransporte; und das ist komplett freiwillig!“

Zugleich dankte der ehrenamtliche DGzRS-Vorsitzende auch allen anderen freiwilligen Rettern – von Feuerwehr über THW bis soziale Dienste.

Doch auch wenn die Seenotretter es nicht hören wollen: Natürlich sind die Rettungsmänner und -Frauen der DGzRS Helden. „Ihr seid unsere Helden des Alltags“, sprach Landrat Sven Ambrosy in seinem Grußwort vielen Zuschauern bei der Taufe aus dem Herzen. Denn die Retter auf See sind Garant für Schutz und Sicherheit sowohl der Wangerländer als auch der Gäste.

Beeindruckt vom Einsatz der Seenotretter war auch der Stifter des neuen Seenotrettungsboots: Der Frankfurter Wolfgang Paul Lorenz hat in seinem Nachlass eigens die DGzRS bedacht. „Er hat bei Bootstouren viel erlebt auf See – ein Seenotrettungsboot zu stiften war sein großer Wunsch“, sagte seine Frau Ursula Lorenz. Für sie war die Schiffstaufe ein sehr bewegender Akt. „Mein Mann wäre über diesen Tag sehr glücklich und das bin ich auch.“

Sehr stolz auf ihr neues Boot sind die freiwilligen Horumersieler Retter um Vormann Günter Ihnken. Mitte September hatten er und seine Crew den Neubau von der Bauwerft Tamsen Maritim in Rostock an die Jade überführt. „Wir sind bei Böen der Stärke 9/10 durchgefahren und bestens zurecht gekommen“, schwärmt er: „Tamsen hat ein super Boot abgeliefert – wir sind bestens zufrieden: Besser geht es nicht!“


Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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