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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

In Friesland das Immunsystem stärken

16.05.2014

Varel 1986 geschah die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl und seit 1995 nehmen friesländische Familien im Sommer weißrussische Kinder auf, um ihr Immunsystem zu stärken. Die NWZ  fragt nach, ob sich der Verein „Kinder von Tschernobyl Friesland/Wilhelmshaven“ auch knapp 30 Jahre nach der Katastrophe noch für die Kinder engagiert.

„Es kommen immer noch jedes Jahr 24 Kinder zu uns“, berichtet Heidrun Lichterfeld, zweite Vorsitzende des Vereins, „auch heute noch sind weite Teile des Gebietes atomar verseucht und es treten vermehrt Fälle von Leukämie und Schilddrüsenkrebs auf“. Ein Bild von der Lage vor Ort haben sich kürzlich Dieter und Irene Leistner sowie Heidrun und Dietz Lichterfeld in Gomel und Dobrusch im Osten Weißrusslands, 100 Kilometer von Tschernobyl entfernt, gemacht. Sie haben dort Kinder besucht, die schon in Friesland zu Gast waren, sowie Mädchen und Jungen kennen gelernt, die in diesem Sommer nach Friesland und Wilhelmshaven kommen.

Im Juli und August verbringen 24 Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 12 Jahren mit zwei Betreuern ihre Ferien in Friesland/Wilhelmshaven. „Die Kinder kommen aus ärmlichen Verhältnissen und viele haben gesundheitliche Probleme“, berichtet Dieter Leistner, in den vier Wochen, die sie hier sind, lässt sich eine Stabilisierung des Immunsystems sicherstellen.

Die Kinder und ihre Betreuer verbringen die ersten beiden Wochen in der Jugendherberge in Schillig, die letzten beiden Wochen jeweils zu zwei in einer Familie. Die Kosten für den Aufenthalt in Schillig und die Reisekosten trägt der Verein, den Aufenthalt in den Familien finanzieren die Gasteltern. Zudem unterstützen Firmen und Vereine den Aufenthalt der Kinder, etwa der Rotary- und der Lions-Club, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und der Wassersportverein Wilhelmshaven.

20 000 Euro zahlt der Verein jährlich für den Aufenthalt der Kinder aus Weißrussland und ist dafür auf Spenden angewiesen. Wer den Verein unterstützen möchte oder als Gasteltern Kinder aufnehmen möchte, kann sich bei Heidrun Lichterfeld, Telefon 04423/7515, melden.

Was ist daraus geworden?Die NWZ hakt nach bei Themen, die fast schon vergessen sind.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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