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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Feuerwehr: In Wiarden brodelt es gewaltig

02.02.2015

Wiarden Wiardens Ortsbrandmeister Enno Deling hat am Freitag ordentlich auf den Tisch gehauen: Seit Jahren werde die Ortswehr immer nur vertröstet und hingehalten. „Wir dümpeln so dahin, es passiert gar nichts“, kritisierte er bei der Jahreshauptversammlung.

15 Einsatzkräfte leisten 3396,42 Dienststunden

Die Ortswehr Wiarden hat nach dem Tod von Helmut Eiben, der Schwangerschaft einer Feuerwehrfrau und einem Austritt aktuell 15 Einsatzkräfte. Hinzu kommen acht Mitglieder der Altersabteilung, zwei Feuerwehrberater und fünf Fördermitglieder.

Die Einsätze 2014 waren zwei Hilfeleistungen, der Großbrand in Landeswarfen, ein Fehlalarm und die Kreisbereitschaftsübung in Herford sowie sechs Kocheinsätze. 3396,42 Dienststunden haben die Aktiven 2014 geleistet.

Die Wehr Wiarden kann vier Atemschutzgeräteträger stellen. Beim Großbrand in Landeswarfen waren sie voll im Einsatz. Zurzeit üben die Einsatzkräfte verstärkt mit dem Material der Ortswehr Hohenkirchen, berichtete stellvertretender Ortsbrandmeister Sven Könitz. Sein Jahresmotto: „Wir wollen nicht nur gut ausbilden, sondern noch mehr ausbilden.“

Befördert wurden Hans-Dieter Brandt und Uwe Janßen zu Hauptfeuerwehrmännern sowie Enno Deling zum Oberlöschmeister. „Du machst deinen Job hier sehr gut. Du hast deine Leute gut am Laufen“, lobte Gemeindebrandmeister Ingo Kruse.

Besonderen Dank richtete der Ortsbrandmeister an die Alterskameraden Hinrich Carl Cordes, Tjark Dütz und Reinhard Eggers für ihre Unterstützung.

Die Stimmung unter den 15 Kameraden der Ortswehr Wiarden ist auf dem Nullpunkt. Der Grund: Seit Jahren hat die Wehr kein Löschfahrzeug mehr und die Pläne zum Umbau des Feuerwehrgerätehaus schlummern seit zwei Jahren in Schubladen der Verwaltung vor sich hin.

Misere seit 2011

2011 war die Misere offensichtlich geworden: Das marode Einsatzfahrzeug war stillgelegt worden. Die Gemeinde hatte versprochen, für Ersatz zu sorgen. Doch das zwischenzeitlich angeschaffte kleine Löschfahrzeug soll nun dauerhaft in Waddewarden bleiben – Deling erfuhr das auf Umwegen. „Wir hätten uns ein offenes Wort gewünscht“, fuhr er Gemeindebrandmeister Ingo Kruse und seinen Stellvertreter Horst Siefken, Mitglied der Wehr Wiarden, an.

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Dass das Löschfahrzeug in Waddewarden bleibt, begründete Kruse damit, dass es ohnehin nicht ins Gerätehaus passt. „So lange das nicht umgebaut ist, wird es kein neues Fahrzeug geben, denn es muss vernünftig untergestellt werden“, sagte er.

Das Problem: Das Feuerwehrhaus ist zu klein, es bietet gerade mal Platz für die Tragkraftspritze. Damit Platz zum Umziehen ist, muss das Fahrzeug erst herausgefahren werden. Der Mannschaftstransportwagen muss derweil draußen stehen – ein Problem im Winter, weil im Notfall erst die Scheiben freigekratzt werden müssen. Und bei Minustemperaturen ist reine Glückssache, dass das Fahrzeug anspringt.

Mühlena verspricht Hilfe

„Ich versuche händeringend, neue Kameraden zu werben – doch das ist unwahrscheinlich schwer“, klagte Deling: „Grund dafür ist eindeutig unser völlig veraltetes Gerätehaus, unsere alten Fahrzeuge und Geräte: Wer Interesse an der Feuerwehr hat, geht zu anderen Wehren, wo viel mehr geboten wird.“

Für Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena ist angesichts des massiven Unmuts der Wiarder Einsatzkräfte schnelles Handeln erforderlich. „Ich werde mich der Sache persönlich annehmen“, versicherte er: „Wir können im Wangerland auf keinen einzigen Aktiven in der Feuerwehr verzichten. das heißt, die Ausstattung muss bedarfsgerecht sein.“

Bürgermeister und Gemeindebrandmeister spendeten der Wehr Wiarden großes Lob: Denn die Wiarder sind im Verbund der friesländischen Wehren enorm wichtig: Sie stellen den Verpflegungszug der Kreisbereitschaft und sind dafür verantwortlich, dass die Brandschützer im Einsatz ordentlich versorgt und bei Laune gehalten werden: „Ihr seid Champions League“, so Kruse.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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