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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Ehrung In Friesland: „Ihre Haltung ist heldenhaft“

10.04.2019

Jever „Man bekommt schon Gänsehaut, wenn man das nur vorliest“, sagt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Dienstag in Jever in seiner Laudatio für die Ersthelfer von drei tragischen Unfällen, die 2018 Jahr zum Teil überregionale Schlagzeilen gemacht hatten.

Die Preisträger

Cornelia Behrendt (Wangerooge); Sie war Ersthelferin am Unfallort, als am 23. Juli vergangenen Jahres eine Urlauberin im Inselbahnhof Wangerooge auf den anfahrenden Zug der Inselbahn sprang und mit den Beinen unter die Räder geriet.

Dörthe und Christian Köhler (Wangerland), Gabriele Kraft (Norden), Wolfgang Kratz (Meerbusch), Björn Borchers (Wilhelmshaven) und Marco Gribbe (Varel): Sie waren Ersthelfer beim Verkehrsunfall am 25. Mai auf der B 210 bei Jever. Vier Menschen starben, acht weitere wurden lebensgefährlich und schwer verletzt.

Marco Zimmermann (Wiesmoor) und Wilfried Ubben (Wittmund) waren Ersthelfer bei einem Verkehrsunfall am 26. März auf der L 812 bei Waddewarden. Sie befreiten einen verunglückten Autofahrer, der in einem Graben geschleudert war und eingeklemmt zu ertrinken drohte.

Weil erinnerte in der Feierstunde im Audienzsaal des Schlosses beim erstmals verliehenen Preis für Zivilcourage an den Bahnunfall auf Wangerooge, an den schrecklichen Verkehrsunfall mit vier Toten und mehreren Schwerverletzten auf der B 210 bei Jever und an den Unfall an der Waddewarder Brücke, bei dem ein Autofahrer verletzt kopfüber in den Gurten hing und das Wasser aus dem Graben ins Auto eindrang. . .

In allen Fällen waren zufällig Menschen zur Stelle, die ohne zu zögern den Unfallopfern halfen, die die Rettungskräfte riefen, die den schreienden Unfallopfern beistanden. „Sie taten instinktiv das Richtige“, sagte der Ministerpräsident und stellte fest: „Wir bewundern nicht nur Ihre Taten, sondern vor allem die Haltung, die dahintersteht.“

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Die Haltung nämlich, für andere da zu sein und zu helfen. „Sie sind Beispiele für eine Gesellschaft, die zusammenhält und die sich der Fraktion der vielen Egoisten entgegenstellt“, lobte der Ministerpräsident die Preisträger. Immer öfter nämlich habe man es mit Gaffern zu tun, die ihr Handy nur zückten, um zu filmen, statt die Rettungskräfte zu rufen. Oder die sogar Feuerwehr und Ersthelfer beleidigen und bedrängen.

„Wir geißeln diese schlimme Entwicklung des Gaffens und des Bepöbelns und Bedrängens von Rettungskräften“, sagte Frieslands Landrat Sven Ambrosy. Mit dem „Preis für Zivilcourage“ will man ein Zeichen setzen und den Menschen, die geholfen haben, danken und Wertschätzung zeigen. Zusammen mit Polizei und Kreispräventionsrat reifte die Idee, einen Preis für Zivilcourage auszuloben und Menschen zu würdigen, die sich durch ein besonders couragiertes Verhalten bei einem Notfall, einem Unglück oder einer Bedrohungslage als Retter in der Not und Helden des Alltags erwiesen haben. Bürger waren aufgerufen, Vorschläge einzureichen.

Stephan Weil hatte in seiner Laudatio auch Erkenntnisse der Glücksforschung parat: „Menschen, die sich für andere einsetzen, sind glücklicher und leben länger.“ Und er stellte fest: „Freund und Helfer kann jeder sein.“

Der Landkreis will den Preis für Zivilcourage künftig alle zwei Jahre verleihen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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