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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Kleiner Tausendsassa für enge      Gassen

11.08.2017

Jever Es ist klein, wendig und schnell und hat enorme Zuladungskapazitäten: Die Freiwillige Feuerwehr Jever hat Anfang Juli ihr neues Kleinlöschfahrzeug bei der Firma Ziegler in Rendsburg abgeholt – am Donnerstag wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) offiziell in Dienst gestellt.

Das neue Fahrzeug ist extra für den Einsatz in den engen Straßen der Altstadt konzipiert: „Keller auspumpen, Baum von der Straße holen, Türöffnungen und kleinere Brände löschen – alles kein Problem“, sagt Stadtbrandmeister Olaf Rieken. „Ein weiterer Vorteil ist, dass der Maschinist keinen Lkw-Führerschein braucht und dass wir mit weniger Personal auskommen – das macht uns tagsüber, wenn viele außerhalb arbeiten, flexibler“, so Rieken. Und zudem schont der Einsatz des kleineren Fahrzeugs, das neben Fahrer Platz für fünf Feuerwehrleute bietet, auch die großen Einsatzfahrzeuge.

Das neue TSF-W

Das neue Kleinlöschfahrzeug der Feuerwehr Jever wurde von der Firma Ziegler auf einem Mercedes-Sprinter-Fahrgestell aufgebaut. Mit einem Radstand von 3,665 Metern, einer Länge von 6 Metern, Breite von 2,30 Metern und Höhe von 2,60 Metern soll es auch in den engen Altstadtgassen gut vorankommen.

Das TSF-W – Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank von 600 Litern – ist mit Fahrer und fünf Kräften einsatzfähig. Es hat 163 PS, fährt Diesel Euro-Norm 6 und das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 5300 Kilogramm. Für Zuladung gibt es Schwerlastauszüge im unteren Bereich und leichte Trageboxen oben.

Zusatzausstattung: Pneumatischer Lichtmast mit zwei LED-Scheinwerfern; Umfeldbeleuchtung und ein Hygieneboard – zum Hände- und Gesichtwaschen nach dem Einsatz.

Mit 123 000 Euro Kosten wurde der Rahmen genau eingehalten – auch dadurch, dass die jeverschen Feuerwehrleute die Beschriftung selbst angebracht und teilweise die Beladung selbst vorgenommen haben. 17 900 Euro schießt der Landkreis zu. „Wir konnten modernste Technik anschaffen, das erleichtert uns die Arbeit immens“, betont der Stadtbrandmeister.

„Ein passgenaues Fahrzeug“, freut sich auch Bürgermeister Jan Edo Albers: Das Stadtkommando habe gemeinsam mit der Stadtverwaltung so geplant, dass für möglichst wenig Geld viel Einsatzfahrzeug herausspringt. 2011 hatten die Planungen für das TSF-W begonnen, 2016 war es dann ausgeschrieben worden, ein Jahr später ist das Fahrzeug nun da.

Dass der neue „Kleine“ durch die engen Gassen passt, machte Maschinist Detlef Behrends gleich bei der Probefahrt durch Waagestraße und Kleine Rosmarinstraße deutlich. Eng bleibt es dennoch, vor allem, wenn die schmalen Straßen auch noch zugeparkt sind. Und bei den Kurven ist ebenfalls Zielen angesagt. Aber: Die großen Einsatzfahrzeuge hätten überhaupt keine Chance, in die Gassen zu kommen.

Zur traditionellen Probefahrt der Feuerwehr übers Altstadtfest zur Überprüfung der Rettungswege an diesem Freitag um 16 Uhr kommen dennoch die großen Löschfahrzeuge zum Einsatz. Denn je breiter die Rettungsgasse, desto schneller kommen Retter zum Einsatzort.


Video unter   www.youtube.com/nwzplay 
Video

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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