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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Klage über Verrohung der Sitten

18.03.2019

Jever Die Zahlen, die Stadtbrandmeister Olaf Rieken auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Schützenhof vorstellte, sprechen für sich: 8894 Stunden haben die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit der Schwerpunktfeuerwehr Jever und der Stützpunktfeuerwehr Cleverns 2018 geleistet und das im Berufsalltag oder in ihrer Freizeit. Dieses Pensum bewältigten die 94 Männer und Frauen, die trotz des demografischen Wandels und bundesweitem Mitgliederrückgang in den Freiwilligen Feuerwehren steigende Mitgliedertendenzen in der Hilfeleistungseinheit vermelden.

Tag und Nacht zur Stelle

Die Freiwillige Feuerwehr leistet mit umfassender Aus- und Weiterbildung im Notfall schnelle und kompetente Hilfe. Viele Bürger wissen es nicht, dass die Freiwillige Feuerwehr ehrenamtlich arbeitet und zu ihrem gesetzlichen Pflichtauftrag unendlich viele zusätzliche Stunden leistet, die gar nicht in der Statistik des Jahresberichts erscheinen“, berichtete der Stadtbrandmeister. 14 510 Stunden weist die Gesamtdienststundenbilanz 2018 einschließlich der Nachwuchseinrichtungen Kinder- und Jugendfeuerwehr aus. Der Nachwuchs wird aus der Kinder- und Jugendfeuerwehr systematisch erfolgreich aufgebaut, so Rieken.

Rieken warb für mehr Verständnis der Bevölkerung für das Freiwillige Feuerwehrwesen in der Stadt, nicht zuletzt deshalb, weil die Einsatzkräfte bei schweren Unfällen mit Todesfolge und gefährlichen Brandeinsätzen, auch physisch und physisch an ihre Grenzen stoßen und dafür zunehmend am Einsatzort diskriminiert werden. Der Stadtbrandmeister bestätigte die einsatztaktisch gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Stadt Schortens und dankte der Notfallseelsorge, vertreten durch Dieter Becker.

„Zu 119 Einsätzen ist die Ortsfeuerwehr Jever im vergangenen Jahr gerufen worden“ berichtete Ortsbrandmeister Andreas Neeland. Mit 57 Brandeinsätzen, 48 Hilfeleistungen und 14 sonstigen Einsätzen vermeldete er einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Die Haupteinsatzzeiten der Feuerwehr sind im Stadtgebiet von morgens sechs bis abends sechs Uhr, das ist die Zeit, wo unsere freiwilligen Einsatzkräfte am Arbeitsplatz sind, so Neeland. Er verband damit auch Kritik an vermeidbare Fehlalarme von Objekten wo die Feuerwehr in diesem Jahr schon drei Mal anrückte.

Bürgermeister Jan Edo Albers attestierte der Stadtfeuerwehr mit ihrer Leistungs- und Ausbildungskompetenz eine professionelle Arbeit, die für ihn beim Brand in der Mendelssohnstraße als Nachbar sichtbar wurde. Er bestätigte, dass die kommunale Pflichtaufgabe Feuerwehr mit dem Brandschutz- und Hilfeleistungsprogramm, soweit finanziell machbar, umgesetzt wird. Dazu kündigte er die anstehende Auftragsvergabe für das Löschfahrzeug in Cleverns, und die Beschaffung eines HLF 20 für die Ortsfeuerwehr Jever und den Gerätehausumbau an. Auch der Thematik Einsatzhygiene werde sich der Fachausschuss stellen, betonte Albers. Dieter Janßen, Vorsitzender im Feu­erwehr-Fachausschuss würdigte die Einsatzbereitschaft an 365 Tagen im Jahr.

Preis für Zivilcourage

Landrat Sven Ambrosy bemerkte süffisant, dass Ehrenamtliche der Bundeswehrfeuerwehr gezeigt haben, ei­nen Moorbrand zu bekämpfen und kritisierte die pyrotechnischen Erprobungen im ausgetrockneten Moorgebiet. Mit einem Couragepreis in Zusammenarbeit mit der Polizei will der Landkreis die Personen auszeichnen, die die Hilfskräfte von Bedrängnissen und Pöbeleien fernhalten und gegen diese einschreiten. Kreisbrandmeister Gerd Zunken hatte errechnet, dass Jevers Feuerwehrwehrmitglieder jährlich 11,5 Tage im Einsatz sind, die nicht durch vermeidbare Fehlalarme erhöht werden müssen.

Ortswehrführer Steffen Schneiders von der Partnerstadt Zerbst berichtete von 160 Einsätzen in seiner Stadt 2018. Noch vor der Abfahrt nach Jever, mit einem kürzlich erst auf Leasingbasis erworbenen Mannschaftstransportwagen, wurde die Wehr um drei Uhr alarmiert und trat nach dem Einsatz, wenn auch etwas müde, die Reise nach Jever an.

Ehrungen und Beförderungen

Florian Palmer wurde zum Feuerwehrmann ernannt. Ein Stern ziert jetzt die Schulterstücke von Dominic Arnold als Oberfeuerwehrmann. Mit einem zweiten silbernen Stern wurden Tobias Müller, Tobias Podein und Manuel Voss zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Gerald Kühn und Pascal Weber wurden zum Löschmeister und Uwe Reger zum Hauptlöschmeister befördert. Jevers Ortsbrandmeister Andreas Neeland erhielt den zweiten goldenen Stern mit für die Beförderung zum Hauptbrandmeister.

Das niedersächsische Feu­erwehrehrenzeichen in Silber ist Hauptfeuerwehrmann Andre Strahl für die 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt worden und mit der goldenen Ausführung für 40 Jahre Oberlöschmeister Guido Rimatzki. Oberbrandmeister Wilhelm Barth wurde mit dem Ehrenzeichen für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

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