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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Notfallseelsorge Im Jeverland: „Man muss belastbar und stabil sein“

02.09.2019

Jever 20 Jahre Notfallseelsorge Jeverland: Viele Ehrenamtliche feierten das am Sonntag mit einem Gottesdienst und einem Mini-Blaulichttag auf dem Kirchplatz in Jever. Sieben Hauptamtliche – Pastoren aus Jever, Sande und dem Wangerland – und vier Ehrenamtliche – Mitglieder des DRK-Kriseninterventionsteams und ein Diakon im Ruhestand bilden das Seelsorger-Team, das Opfer von Gewalt, Unfällen und plötzlichen Todesfällen, aber auch die Helfer der Rettungsorganisationen betreut.

Notfallseelsorge

Vor dem Hintergrund der schweren Unglücke in Eschede und Remscheid gründeten am 1. September 1999 die Schortenser Pastoren Axel Kullik und Andrea Burfeind sowie Dieter Becker vom DRK als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen Friesland Nord die Notfallseelsorge. Ihr Einsatzgebiet umfasst Jever, Schortens, Sande und Wangerland. Bereits 1997 hatte sich in Wilhelmshaven die Notfallseelsorge gegründet, Varel/Friesische Wehde folgte 2000.

In den 20 Jahren ihres Bestehens wurde die Notfallseelsorge Friesland Nord in mehr als 400 Fällen tätig. Von Anfang an gilt: Die Notfallseelsorge ist fest in die Rettungskette eingebunden – sie werden von der Leitstelle zu Einsätzen gerufen.Getragen und finanziert wird die Notfallseelsorge durch die Kirchen und durch Spenden.

Getragen wird die Notfallseelsorge vom Landkreis Friesland und der Kirche, von den Freiwilligen Feuerwehren, der DLRG, dem DRK, der Rettungs-Leitstelle Friesland-Wilhelmshaven und der Polizei, der Bundeswehr, der Rettungshundestaffel Ems-Jade, dem Rettungsdienst Friesland, THW, Johannitern und Maltesern.

1998 stellten die beiden Pastoren Andrea Burfeind und Axel Kullik im Kirchenkreis Jever das Konzept vor – ein Jahr später ging die Notfallseelsorge an den Start. Mit im Boot war damals das Rote Kreuz als Hilfsorganisation und die ev. Kirche. Bald kamen Gustav Zielke und Pastor Rüdiger Möllenberg als Koordinatoren seit 2011 hinzu.

Sie werden von der Leitstelle hinzugerufen, wenn Menschen seelisch belastenden Situationen ausgesetzt sind. „Unsere Einsätze reichen von Mord bis zum plötzlichen Kindstod oder tödlichen Unfällen“, sagt Pastor Rüdiger Möllenberg. „Man muss belastbar und eine starke Persönlichkeit sein“, meint Diakon Fredo Eilts. Ihm helfe bei dieser belastenden seelsorgerischen Arbeit seine Grundhaltung im Glauben. Außerdem helfen sich nach besonders belastenden Situationen die Notfallseelsorger gegenseitig mit kollegialen Gespräche und Supervision.

Menschen, die von bestimmten Ereignissen wie Unfällen oder dem plötzlichen Tod von nahen Menschen überfordert seien, können über die Leitstelle Hilfe anfordern. Auch die Polizei fordert die Notfallseelsorger an.

Gab es zu Beginn der Notfallseelsorge ein starkes solidarisches Engagement aller Pastoren und Pfarrer im Jeverland, sei die Tendenz heute abnehmend. Immerhin habe sich das Niveau aber stabilisiert, sagt Möllenberg.

Auch wer kein Seelsorger ist, kann in Notsituationen helfen: Dazu werden Menschen zu Kriseninterventionshelfern ausgebildet, die ebenfalls in kritischen Situationen gerufen würden, berichtete Pastor Axel Kullik.

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