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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Trotz Eisgangs alle angekommen

13.03.2018

Juist /Wangerooge Insulaner unner sück – das heißt nicht nur: alle Bewohner der sieben ostfriesischen Inseln kommen zusammen und feiern. Insulaner unner sück – das heißt auch: Es muss jede Menge geplant und organisiert werden. Vor allem dann, wenn nur wenige Tage zuvor die Schiffe zu den Inseln wegen des starken Eisgangs nicht fahren können – so wie in diesem Jahr.

Eine der führenden Köpfe des Insulanertreffens, Organisatorin, Musikern und bekannt bei so ziemlich jedem Insulaner ist Inka Extra von Juist. Sie weiß, was für ein Aufwand dahinter steckt, wenn fast 500 Insulaner auf eine Insel fahren. Allein das ist eine Herausforderung. „Und in diesem Jahr waren wir zudem noch tüchtig in Not“, sagt sie.

Denn: „Unter anderem Bier, eine Theke und die gedruckten Bons für die Veranstaltung konnten wegen des Eisgangs nicht auf die Insel gefahren werden.“ Fünf Tage lang war Juist – wie auch Wangerooge – abgeschieden vom Festland, keine einzige Fähre fuhr. „Da haben wir viel überlegt, was wir machen sollen.“

Erst wenige Tage vor dem Insulanertreffen dann die erlösende Nachricht: die Schiffe nach Juist können wieder fahren, die Veranstaltung ist gerettet – oder?

Nun: Das hieß nicht gleich, dass auch alle anderen Fähren fahren. Einige Wangerooger machten sich wegen des starken Ostwindes Sorgen, ob sie überhaupt wegkommen würden. Aber sie kamen weg: Freitagfrüh um sechs Uhr morgens fuhr ein Sonderschiff nach Harlesiel, dann wurde die Truppe nach Norddeich gebracht und fuhr schließlich mit dem anderen Schiff nach Juist. Lange Wartezeiten inbegriffen.

Die Insulaner der Nachbarinseln Borkum und Norderney dagegen konnten mit Schiffen auf direktem Weg nach Juist fahren. Das hat Wangerooger Hermann Goldschweer erfahren. „Aber die Borkumer haben drei Stunden gebraucht, weil sie über See gefahren sind“, so Goldschweer. Sie wollten wegen des Eisgangs sichergehen, dass sie auch durchkommen.

Hinter dem Familientreffen steckt also viel Aufwand. Hinzu kommt die Organisation der Auftritte aller Kulturgruppen. Aber auch das hat geklappt. „In diesem Jahr war alles anders organisiert“, berichtet Gesche Preuß von Wangerooge. „Die Kulturgruppen sind nicht an einem Abend, sondern tagsüber auf zwei verschiedenen Bühnen im Kurpark aufgetreten.“ Der Vorteil: während auf der einen Bühne Umbauzeit war, konnte auf der anderen etwas präsentiert werden. Lediglich die Inselcombo hat am Abend Musik gemacht – alle anderen konnten tanzen. „Das war klasse“, so Gesche Preuß.

Das Programm insgesamt war zudem sehr abwechslungsreich, betont Inka Extra, die von Anfang an mit beim Treffen dabei war – vor 22 Jahren auf Juist. „Früher sind Shantychöre und Trachtengruppen aufgetreten – das war’s. Heute gibt es viel mehr: Pop-, Rock-, Volksmusik, Theater und Sketche – und vor allem machen auch viele Jüngere mit.“ Dieses Engagement der anderen Insulaner zeigt: Der Aufwand hat sich in jedem Fall gelohnt.

Antje Brüggerhoff
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312

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