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Feuerwehr: Kreisbrandmeister rät: Setzt auf Frauen

04.03.2013

Varel Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Varel haben im Jahr 2012 186 Einsätze gemeistert. Das sind die meisten Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren in Friesland, sagte Kreisbrandmeister Gerd Zunken bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Varel am Sonnabend. Kreisweit waren 884 Brandeinsätze und Hilfeleistungen gezählt worden. „Die meisten habt ihr abgearbeitet“, lobte Zunken die Vareler Wehren. Er riet den Feuerwehrleuten, bei der Nachwuchssuche auf Frauen zu setzen. Immerhin sind unter den 137 aktiven Feuerwehrleuten in Varel fünf Frauen. Stadtbrandmeister Werner Asseln konnte berichten, dass die Zahl der Feuerwehrleute gegenüber 2011 um sieben angestiegen ist.

Freiwillige Feuerwehr Varel 2012 in Zahlen – Drei Ortsfeuerwehren

Freiwillige Feuerwehr, Ortswehr Varel: 53 aktive Mitglieder, davon eine Frau (ein Mitglied mehr als 2011). Ortsbrandmeister Fritz Melcher.

Ortswehr Borgstede-Winkelsheide: 46 aktive Mitglieder, davon zwei Frauen (vier Mitglieder mehr). Ortsbrandmeister Wilfried Büsing.

Ortswehr Obenstrohe: 38 Mitglieder, davon zwei Frauen (zwei Mitglieder mehr). Ortsbrandmeister Volker Sermond; Stellvertreter Rolf Schimanski.

Jugendfeuerwehr: Varel-Borgstede/Winkelsheide 27 Mitglieder; Obenstrohe 16 Mitglieder, davon drei Mädchen. Stadtjugendfeuerwehrwart: Matthias Rothenburg.

Einsatzzahlen: 186 Einsätze (2011: 203), das sind die meisten im Kreisgebiet. Davon 72 Brandeinsätze (ein Großbrand, der Brand des katholischen Kindergartens in Varel am 25. Januar). 49 Kleinbrände, 23 Mittelbrände. 56 technische Hilfeleistungen. 58 Fehlalarme (minus 14).

Größere Einsätze: 19. Januar Carport-Brand in Altjührden (Varel und Obenstrohe); 22. Januar Verkehrsunfall Seghorn (Bo-Wi); 25. Januar Großbrand des katholischen Kindergartens (Stadtalarm); 3. Februar Lieferwagen Mühlenstraße (Varel); 18. Juni Großeinsatz wegen giftiger Dämpfe bei PAG (Varel, Obenstrohe)

Einen Dank statteten der stellvertretende Landrat Bernd Pauluschke den Feuerwehrleuten ab, ebenso Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, der feststellte: „Ohne Feuerwehr geht es einfach nicht.“ Deshalb habe die Feuerwehr auch alle Unterstützung verdient. Trotz schwieriger Haushaltssituation werde die Stadt alles tun, ihre Wehren angemessen auszustatten. Die Initiative zur Gewinnung neuer Feuerwehrleute sei gelungen, sagte Wagner. Die Stadt habe neue Rahmenbedingungen geschaffen, das Ehrenamt zu fördern. „Unterm Strich sind wir gut aufgestellt.“ Die Jugendfeuerwehr sei ein guter Baustein, die den Kindern und Jugendlichen den Spaß und die Freude an der Feuerwehr rüberbringe. Wagner dankte auch dem ausgeschiedenen Ordnungsamtsleiter Klaus Engler, der sich 20 Jahre in der Stadtverwaltung um die Belange der Freiwilligen Feuerwehren gekümmert hatte.

Stadtbrandmeister Asseln berichtete, dass die Anträge auf Förderung des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes teilweise umgesetzt wurden. Die Feuerwehrleute in Varel bekommen die Varel-Dangast-Card, die Ermäßigungen bietet, außerdem gibt es von der Stadt einen Zuschuss für den Besuch im Fitness-Studio. Das ist deshalb besonders wichtig, weil alle Atemschutzgeräteträger ihre körperliche Fitness nachweisen (und erhalten) müssen.

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Asseln erinnerte an den Großbrand, bei dem am 25. Januar der katholische Kindergarten in Varel zerstört wurde. Ein weiterer Großeinsatz war nach dem Unfall in der Galvanik bei Premium Aerotec notwendig, wo am 18. Juni 65 Mitarbeiter vorsorglich wegen möglicher Atemwegserkrankungen in sechs verschiedene Krankenhäuser gebracht werden mussten.

Für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden geehrt: Sven Straten, Rüdiger Wolf, Tammo Bakenhus, Eicke Fleckenstein, Thomas Tholen (25 Jahre in der Feuerwehr), Hans Sollermann, Heinz Pageler, Erich Wächter, Fritz Melcher, Gerold Thiele (40 Jahre), Werner Carstens, Richard Wolf, Hans-Hermann Plois (50 Jahre) sowie Karl Lange (60 Jahre). Robert Brötje konnte die Ehrung für 60 Jahre Mitglied in der Feuerwehr aus gesundheitlichen Gründen nicht entgegennehmen.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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