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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Langwierige nächtliche Suche nach Segler

23.04.2019

Mellum Rettungseinsatz der DGzRS in der Nacht zu Karsamstag: Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus Horumersiel und Bremerhaven haben gemeinsam mit einem Such- und Rettungshubschrauber der Marine einen Alleinsegler aus einer misslichen Lage befreit. Der 34-Jährige war mit seinem Boot nordöstlich der Düneninsel Mellum auf Grund gelaufen.

Mit seinem Mobiltelefon setzte der Segler gegen 1.45 Uhr den Alarm ab: Nach einem Blackout und dem Ausfall der gesamten Bordelektronik war er mit seinem sieben Meter langen Segelboot bei ablaufendem Wasser in der Nähe Mellums festgekommen. Eine genaue Positionsangabe konnte der Wilhelmshavener nicht machen – er wusste lediglich, dass er sich nordöstlich der Insel befand. Damit sein Boot nicht vertreibt, hatte er es mit einem Anker gesichert.

Die DGzRS-Seenotleitung Bremen alarmierte die Seenotretter der Freiwilligen-Station Horumersiel mit dem Seenotrettungsboot „Baltrum“ und der Hauptamtlichen-Station Bremerhaven mit dem Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“. Außerdem bat sie in der Nähe fahrende Schiffe um Mithilfe. Trotz guter Sicht bei Vollmond und ruhiger See blieb die Suche nach dem unbeleuchteten Boot – der Skipper konnte lediglich mit seiner Taschenlampe schwache Lichtsignale geben – zunächst erfolglos. Erschwerend kam hinzu, dass die Handyverbindung zum Havaristen immer wieder abbrach.

Deshalb zogen die Wachleiter der Seenotrettung wenig später einen Such- und Rettungshubschrauber der Marine hinzu. Außerdem sendete die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio ein „Mayday Relay“ aus, um die gesamte Schifffahrt um erhöhte Aufmerksamkeit zu bitten. Gegen 4.45 Uhr entdeckte schließlich der SAR-Hubschrauber das Segelboot an der Nordostkante Mellums.

Aufgrund der sehr geringen Wassertiefe war es nicht möglich, das Segelboot ins tiefere Wasser zu ziehen oder den Segler per Tochterboot des Kreuzers von Bord zu holen. Daher winschte der Hubschrauber den unverletzten und nicht unterkühlten Mann ab. Anschließend setzten die Marinesoldaten den Segler auf dem Seenotrettungskreuzer ab. Die Besatzung der „Hermann Rudolf Meyer“ brachte den 34-Jährigen nach Bremerhaven an Land.

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