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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Radtouren: Mit Fahne und Warnweste sicher unterwegs

09.08.2011

JEVER Wie sicher sind große Radfahrgruppen auf den Straßen unterwegs? Diese Frage stellt sich nach dem tragischen Unfall auf der Landesstraße 10 bei Burhafe in Ostfriesland, bei dem am Wochenende zwei Radfahrer ums Leben kamen und sieben Personen schwer verletzt wurden. Wie berichtet, war ein Auto in eine Ausflugsgruppe eines Klootschießer- und Boßelvereins gerast. Mehr als 100 Rettungskräfte waren im Einsatz, um den Opfern zu helfen.

Bei dem Unfall im Landkreis Wittmund ist nach ersten Erkenntnissen ein 45-jähriger Autofahrer, der einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen musste, ins Schleudern geraten und ungebremst in die Gruppe auf dem Radweg gerast. Dabei erfasste das Auto einige Radfahrer. Der Wagen blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer wurde schwer und der Beifahrer leicht verletzt.

„Unfälle können nicht verhindert werden“, meint Peter Harjes von den Wind- und Wetterradlern Jever. Unabhängig von der Tragödie in Ostfriesland kann Peter Harjes zufolge die Einhaltung von Sicherheitsstandards aber maßgeblich dazu beitragen, das Unfallrisiko zu minimieren. Bei den Wind- und Wetterradlern Jever, die mit Personengruppen zwischen 30 und 60 Teilnehmern unterwegs sind, werden deshalb Maßnahmen zur Absicherung der Gruppe getroffen: „Wir fahren mit einem Tourleiter, einem letzten Mann und vier Personen, die die Absicherung der Gruppe übernehmen, etwa an Kreuzungen oder Gefahrenpunkten“, so Harjes.

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Die Sicherheitsleute seien mit Warnwesten, rot-weißen Fahnen und Funkgeräten ausgestattet. „Die Funkgeräte dienen dazu, dass wir uns während der Tour über eine Distanz hinweg absprechen können“, so Harjes.

Flexibel reagieren

Zudem werde darauf geachtet, dass der größte Teil der Strecke über Radwege führe. Dabei dürfe niemand auf der Straße fahren. Ist das Fahren auf der Straße nicht zu vermeiden, weil zum Beispiel kein Radweg vorhanden ist, werde die Gruppe in mindestens zwei kleinere Gruppen aufgeteilt, so Harjes. „So können die uns überholenden Autofahrer zwischen den Gruppen wieder einscheren“, sagt er.

Laut Harjes müssen bei der Absicherung von Kreuzungen die Absicherer stehen bleiben, die Autofahrer warnen und Fahnen schwenken. Sie warten, bis die Gruppe die Kreuzung passiert hat, dann fahren sie wieder nach vorne. Sie sind mit lauten Hupen, Klingeln und Trillerpfeifen ausgestattet. „So können sie die radfahrenden Personen, die zu zweit nebeneinander fahren, auf sich aufmerksam machen und ihnen zu verstehen geben, dass sie sich einreihen sollen – so kommen unsere Absicherer auch auf dem Radweg an der Gruppe vorbei“, erklärt Harjes den Ablauf.

Viel Erfahrung

Für den Fall, dass doch einmal alle Absicherer hinter der Gruppe fahren und nicht auf dem Radweg überholen können, wird die Gruppe gestoppt, damit die Absicherer wieder an die Spitze fahren können. „Als Absicherer nehmen wir nur Personen, die lange dabei sind und über die nötige Fitness verfügen – viele von ihnen sind ehemalige Fahrradpolizisten“, sagt Harjes.

Für breitere Radwege plädiert indes Horst Heydenbluth, Mitglied der ADFC-Ortsgruppe Schortens: „Die Radwege sind oft zu schmal, das erschwert das sichere Fahrradfahren“, sagt er. Der ADFC fährt mit Gruppen von rund 20 Personen. „Auch wir achten dabei sehr auf die Sicherheit“, sagt Heydenbluth.

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