• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Naturschützer: Eingriff schwerwiegend

03.09.2005

VAREL VAREL - In dem Verfahren um die Genehmigung des Gewerbegebietes Aeropark beim Airbus-Werk in Neuenwege haben sich jetzt die Naturschutzverbände zu Wort gemeldet. Die geplante Erweiterung der Gewerbeflächen an der Autobahn halten die Naturschutzverbände für sehr schwerwiegend, sagten die Sprecher Hermann Schmidt (Zetel) und Helmut Herde (Varel). Sie vertreten den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, die Jägerschaft Wilhelmshaven-Friesland, die Naturfreunde, den Naturschutzbund und den Niedersächsischen Heimatbund.

Einerseits sei der Eingriff in den Waldbestand schwerwiegend, andererseits verkennen sie nach eigenen Worten nicht, „dass es aus Gründen der Kostenoptimierung notwendig sein wird, Zulieferbetriebe am Airbus-Werk anzusiedeln, um den Betriebsstandort nicht zu gefährden“. Allerdings wollen die Verbände eine Ausweisung neuer Gewerbeflächen in Neuenwege nur auf Flächen akzeptieren, „die vom Airbus-Werk selbst oder für direkte Zulieferer unabdingbar benötigt werden“, fordern die Naturschutzverbände. Sonstiges Gewerbe müsse ausgeschlossen bleiben. Außerdem fordern die Naturschutzverbände die Ausweitung des Untersuchungsraums für die Umweltprüfung auf die gesamte Waldfläche zwischen Riesweg und Autobahn (und nicht nur den für das eigentliche Gewerbegebiet benötigten Wald). Schließlich fordern die Naturschutzverbände eine Ersatzmaßnahme – und zwar eine Waldvermehrung im westlich der Autobahn gelegenen Herrenneuen-Forstes. „So soll Tieren, die ihren Lebensraum verlieren, die Möglichkeit gegeben

werden, sich dort wieder anzusiedeln.“

Die fünf Naturschutzverbände haben damit ihre Position offen gelegt, die sie kürzlich auch auf der (nicht-öffentlichen) Antragskonferenz im Planverfahren vertreten hatten. Zuvor hatten die Verbände, so Herde und Schmidt weiter, eine Begehung des Staatsforstes unternommen. Dabei habe sich herausgestellt, dass der von dem Eingriff betroffene Wald einen hohen ökologischen Wert hat. Kiefern, Lärchen, Fichten und Rotbuchen sowie Eichen, Weißbuchen und Schwarzerlen seien dort vertreten, ebenso Erdkröten, Spitzmäuse, ferner ein Dachs- und Fuchsbau sowie ein großes Nest der roten Waldameise.

Seit dem Frühjahr sind die Pläne bekannt, wonach das Airbus-Werk gerne in unmittelbarer Nachbarschaft Zulieferer ansiedeln möchte (die NWZ berichtete). Auf einer Fläche von zehn Hektar soll direkt an der Autobahn ein Gewerbegebiet entstehen. 2,5 Hektar davon sind unmittelbar für Airbus-Zulieferer geplant, weitere 2,5 Hektar für weitere Gewerbebetriebe. Der Rest der überplanten Fläche wird für Verkehrs- und Ausgleichsflächen benötigt.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2091
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.