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Aktualisiert vor 22 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Einsturzgefahr in Neustadtgödens – Plötzlich bildeten sich breite Risse

15.11.2018

Neustadtgödens „Alles ist dahin. Was mache ich jetzt nur?“ Diese Frage stellt sich der Neustadtgödenser Friedrich Janßen (77): Sein von seinem Sohn acht Jahre lang bewohntes Haus an der Ecke Grodenstraße 1/Ostlandstraße wies Ende August plötzlich große Risse im Mauerwerk auf und drohte einzustürzen. Seitdem ist es unbewohnbar, der nordwestliche Giebel neigt sich immer weiter, die Risse werden breiter. Als Sofortmaßnahme wird eine Absperrung notwendig, damit spielende Kinder oder andere Personen, die das Grundstück betreten, nicht zu Schaden kommen.

Das Haus wurde von Janßens Eltern 1953/54 als eines der ersten zehn Häuser der „Gräfin-von-Wedel-Siedlung“ erbaut. Es handelt sich um ein für damalige Verhältnisse typisches Siedlungshaus im ersten Neubaugebiet der bis 1972 selbstständigen Gemeinde Gödens. Das Grundstück wurde für 99 Jahre auf Erbpacht vergeben, eine Rechtsform, die 1990 mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch zwar abgeschafft wurde, alte Verträge aber bestehen ließ.

Friedrich Janßen wohnte mit seinen Eltern und vier Geschwistern in dem Haus. Nach dem Tod der Eltern bewohnte er es zunächst mit Ehefrau Ursula und zwei Söhnen selbst, ehe er daneben ein neues Haus bauen ließ und umzog.

Als die Gemeinde Sande im August die Kinderkrippe Neustadtgödens erweiterte und den ehemaligen Volksfestplatz hinter der Turnhalle als neuen Pausenhof anlegen ließ, fuhren häufig große Lastwagen an den Häusern vorbei. Janßens Sohn, der im Schichtdienst arbeitete und inzwischen nach Wilhelmshaven umzog, hörte irgendwann laute Geräusche in den Wänden. Danach sah er, dass sich das Mauerwerk versetzt hatte und außen Risse aufwies, die sich bis heute auf bis zu acht Zentimeter verbreitert haben. An Verklebungen in den Rissen ist erkennbar, dass sich das Haus weiter senkt.

Eine Schadensmeldung und Eingabe lehnte die Gemeinde Sande als „nicht zuständig“ ab. Tatsächlich hatte sich auch ein mehrere hundert Quadratmeter großes Eckgrundstück neben dem beschädigten Haus, auf dem drei große Eichen und ein Starkstrom-Verteiler stehen, bis zu 30 Zentimeter gesenkt. Dort ist eine tiefe Mulde entstanden.

Ursache der Schäden ist nach neuen Erkenntnissen der lange trockene Sommer, der vermutlich eine große Torfinsel unter dem Gelände austrocknete. Hinzu kamen der Wasserentzug durch die Bäume und die Tatsache, dass die Fundamente nicht mit Betonpfählen in tragende Schichten des Untergrunds abgesichert wurden. Rückwärtige Teile des Hauses, die unterkellert sind, und jener Bereich, auf dem einst das Dreikammersystem für Abwasser bestand, blieben schadlos. Ein Zeichen dafür, dass höhere Gewalt zu den Schäden führte.

Ein Geologe wird diese in Kürze begutachten; doch große Hoffnungen auf Hilfe macht sich Friedrich Janßen nicht. Inzwischen laufen die Kosten für die Grundsteuer, die Kanalbenutzung, Brandkasse und Müllabfuhr weiter; denn ein Abmelden des Gebäudes ist nicht möglich. Auch der Schornsteinfeger darf weiter eine Rechnung schreiben und der kaum vermeidbare Abriss des Hauses dürfte ebenfalls zu Lasten des Eigentümers gehen.

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