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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Feuerwehr-Chef fordert Entlastung für Ehrenamt

09.02.2019

Sande Immer öfter wird die Feuerwehr Sande zu Einsätzen gerufen und die aktiven Kameraden müssen mitunter nachts aus den Federn, um zu helfen: 91 Einsätze, so viele wie noch nie, hat es im vergangenen Jahr gegeben; darunter 50 Brandeinsätze und 41 Hilfeleistungen, bilanzierte Sandes Ortsbrandmeister Frank Langer bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehr im Hotel Auerhahn.

Strukturen überdenken

Die Zahl der Einsätze steigt seit Jahren. Und längst reicht es dem Feuerwehr-Chef: „Es muss endlich über neue Strukturen nachgedacht werden“, sagte Langer und forderte hauptamtliche Kräfte, die die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in ihrer wichtigen und kräftezehrenden Arbeit unterstützen und die hohe Einsatzdichte auffangen. Die Politik und die höheren Feuerwehrebenen seien gefragt. Zum laufenden Dienst- und Ausbildungsbetrieb bei der Feuerwehr müssten die Kameraden durchschnittlich alle vier Tage zu einem Einsatz ausrücken.

Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen

Feuerwehrfrau: Sarah Buss, Merle Janssen, Melissa Janssen Feuerwehrmann: Tim Kämpe, Daniel Rädicker Oberfeuerwehrmann: Rouven Eilers Hauptfeuerwehrmann: Dennis Berger Hauptfeuerwehrfrau: Kristin Neubert

Passive Mitglieder: Hans-Peter Haß, Verena Kurz (25 Jahre); Wilfried Herzke, Arno Wiemeers, Herta Dauer, Irp Memmen jun., Hans-Heinrich Oetjen, Egon Jacobs, Olaf Janssen, Ralf Folkers und Ingeborg Toelstede (40 Jahre); Gerd Borchers, Heinz Leerhoff (50 Jahre); Horst Tjaden, Ingeborg Bruns und Rolf Poimann (60 Jahre)

Zwei größere Löscheinsätze bleiben aus dem vergangenen Jahr besonders in der Erinnerung: Zum einen der Großbrand in der Kartonfabrik Varel im Mai, bei der nachts um 1.40 Uhr auch 14 Kameraden aus Sande zur Unterstützung der Vareler wehr ausrückten. Zum anderen der Kellerbrand im Nordwest-Krankenhaus, wo nachts ein verwirrter Patient gezündelt hatte. Gemeinsam mit der Wehr aus Gödens sei Schlimmeres verhindert worden, sagte Langer. Von kurz nach 4 Uhr morgens an sei die Ortswehr im Einsatz gewesen.

Bei weiteren Einsätzen löschte die Sander Feuerwehr unter anderem acht brennende Müllcontainer, zwei in Brand geratende Küchen, außerdem einen Schuppen, einen Stromverteilerkasten und auch brennende Pkw. In einem Pflegeheim bekämpfte die Wehr einen Entstehungsbrand und rückte wegen Rauchentwicklung in einem Fahrstuhl in einem Altenpflegeheim und wegen einer Gasleckage zu einer Tankstelle aus. 17-mal schlugen Brandmeldeanlagen an, etliche Male entpuppte sich der Alarm als Fehlalarm. „Aber das wissen wir erst, wenn wir da sind“, so Langer. Hinzu kamen Alarmübungen und Brandsicherheitswachen.

Die Sander Feuerwehr kommt nicht nur, wenn’s brennt: Bei sechs schweren Verkehrsunfällen rückte die Feuerwehr ebenfalls an.

Logistisch besonders kniffelig erwies sich im Januar die Bergung eines mit Kakao beladenen verunglückten Sattelzugs auf der Autobahn. Und glimpflich für alle Beteiligten endete vor einigen Wochen der Unfall einer Sanderin, die mit ihrem Auto in Altenhof versehentlich auf die Gleise geraten war, aber rechtzeitig ihr Auto verlassen konnte, bevor die Nordwest-Bahn hineindonnerte.

Rentenpunkte für Retter

Türöffnungen und Tragehilfen, Personensuchen, Gasaustritte, Gefahrguteinsätze, Hilfe nach Wasserrohrbrüchen oder Sturmschäden und sogar eine Luftnotlage – ein Freizeitflieger im Anflug auf Mariensiel hatte Probleme mit seinem Fahrwerk und funkte um Hilfe – finden sich in den Einsatzberichten des abgelaufenen Jahres. „Bis auf ,Katze im Baum’ war eigentlich alles dabei“, befand auch Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer. Mit Blick auf die viele ehrenamtliche Arbeit, teilweise über Jahrzehnte bei der Feuerwehr, regten Hoffbauer und Langer an, dieses Engagement langgedienter Feuerwehrkräfte mit zusätzlichen Rentenpunkten zu honorieren.

Bürgermeister Stephan Eiklenborg schlug sich ganz auf die Seite seiner Feuerwehrleute und dankte für ihren unermüdlichen Einsatzwillen. Mit Blick auf immer mehr Gaffer und Glotzer und die zunehmenden Übergriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte im Land forderte Eiklenborg mehr Respekt für die Feuerwehrleute: „Wenn’s brenzlig wird, sind sie es, die uns ohne zu Zögern den Arsch retten“, wurde der Bürgermeister deftig-direkt.

Personell steht die Ortswehr Sande gut da: Mit 58 Aktiven in der Einsatzabteilung, darunter neun Frauen, ist die Ortswehr gut aufgestellt. In der Jugendfeuerwehr sind zurzeit 23 Jungen und Mädchen aktiv. Die Löschkette ist zumindest demografisch gut abgesichert.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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