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B 212 nach Unfall in eine Richtung gesperrt
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Zwischen Rodenkirchen-Hiddingen Und Esenshamm
B 212 nach Unfall in eine Richtung gesperrt

NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Für eine Haschisch-Pflanze 22 Monate ins Gefängnis?

02.07.2019

Sande /Oldenburg Wegen unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln muss sich ein 32 Jahre alter Mann aus Sande in einer Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Oldenburg verantworten. Bei einer Hausdurchsuchung war bei ihm eine Haschisch-Pflanze gefunden worden. Sie stand sichtbar für alle am Fenster des Balkons.

Was in der Regel der Rede nicht wert wäre, wird für den Angeklagten zu einer Existenzfrage. Der Anbau von Betäubungsmitteln ist strafbar, auch in kleinen Mengen. Und der Angeklagte ist erheblich einschlägig vorbestraft und stand zur Tatzeit unter Bewährung wegen früherer Taten. Das macht die Sache so brisant für den 32-Jährigen. Im ersten Prozess vor dem Amtsgericht Jever musste er genau das erfahren.

Das Amtsgericht hatte ihn zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Und hätte dieses Urteil Bestand, müsste der Angeklagte mit dem Widerruf einer früheren Bewährung rechnen.

Da sind noch 18 Monate Haft offen, die er zusätzlich verbüßen müsste. Dann müsste der Mann für eine Haschisch-Pflanze für 22 Monate ins Gefängnis. Ist das verhältnismäßig?

Das wollte der Angeklagte klären lassen. Deswegen hatte er gegen das Urteil des Amtsgerichts Jever Berufung eingelegt. Doch bevor zur Sache verhandelt wurde, stellte sich eine ganz andere Frage. Der Sander hatte alle Taten als Drogenabhängiger begangen. In solchen Fällen muss spätestens in der zweiten Instanz geprüft werden, ob eine Unterbringung in der geschlossenen Entziehungsanstalt infrage kommt.

Zwangstherapie statt Gefängnis? Die Oldenburger Berufungskammer will die Frage der Unterbringung nun klären lassen. Dazu soll der Angeklagte auch psychiatrisch begutachtet werden.

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