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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Verkehr: „Tempo 30“: Politik nimmt Fuß vom Gas

16.11.2017

Sande „Die Hauptstraße ist dazu da, damit der Verkehr zügig abfließen kann“, sagt Reinhard Oncken (CDU). „Gefühlt“ fahre dort ohnehin kaum jemand die erlaubten 50 km/h, weil das die Verkehrssituation oft gar nicht zulasse. Er lehne es daher ab, dass sich Sande für die Teilnahme an einem Modellprojekt des Landes bewirbt.

Mit dem vom Verkehrsministerium initiierten Projekt sollen über einen Zeitraum von drei Jahren die Auswirkungen einer Geschwindigkeitsreduzierung von 50 auf 30 km/h an stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen untersucht werden. Interessierte Kommunen müssen dazu einige Kriterien erfüllen (die NWZ berichtete), teilweise auch eigenes Geld für Lärmgutachten in die Hand nehmen und bis spätestens 31. Januar nächsten Jahres ihre Bewerbung auf den Weg gebracht haben. Selbst dann ist damit noch nicht sicher, dass Sande an dem Projekt auch teilnehmen kann.

Idee polarisiert

Die Tempo-30-Idee polarisiert und wird in Sande kontrovers diskutiert. In den sozialen Medien kursiert schon die Vermutung, dass sich Sande auf diese Weise neue Einnahmequellen erschließen wolle.

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Diese irrige Annahme räumte Sandes zuständiger Fachbereichsleiter Hans-Hermann Tramann im Ausschuss für Straße, Wege und Feuerlöschwesen aber aus dem Weg: „Die Hauptstraße ist eine Kreisstraße. Von Geschwindigkeitskontrolle hätte der Sander Haushalt gar nichts.“

Ziel des Projektes sei es vielmehr, mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen, erläuterte Tramann. Tempo 30 führe zu einem besseren Verkehrsfluss sowie zu weniger Lärm und Gestank.

Tramann zufolge sind auf Sandes rund zwei Kilometer langen Hauptverkehrsachse zwischen Kanalbrücke und Sander Kreisel am Oldenburger Damm werktäglich rund 10 000 Autos unterwegs; etwa 4000 Fahrzeuge seien es auf der Dollstraße, die von der Verwaltung anfangs ebenfalls für das Modellprojekt ausgewählt wurde. Für die Dollstraße ist man von der Tempo-30-Idee allerdings schon wieder etwas abgerückt, weil man Nachteile für den am Schulzentrum vorbei führenden Falkenweg befürchtet.

Auch Bürgermeister Stephan Eiklenborg sprach sich für die Bewerbung am Modellprojekt aus. Er sieht viele positive Effekte für den Verkehrsfluss und für die Menschen. Aus den Querstraßen wie der Dollstraße oder der Krankenhaus-Zufahrt zum Beispiel könnten Verkehrsteilnehmer so einfacher in den oft dichten Verkehr auf der Hauptstraße einfädeln.

Im Notfall fehlt Zeit

Sandes Ortsbrandmeister Frank Langer hält hingegen nichts davon, dass sich die Gemeinde Sande für die Teilnahme an dem Modellprojekt bewirbt: „Dadurch würden sich die Anfahrtzeiten bei Rettungseinsätzen um rund eineinhalb Minuten verlängern“, hat der Ortsbrandmeister bereits ermittelt. Denn wenn bei den Feuerwehrkameraden zuhause der Melder losgeht und sie mit ihren Privatautos erst einmal über die Dollstraße oder Hauptstraße zum Feuerwehrhaus fahren, dann würden auch sie sich an die neue Geschwindigkeitsbegrenzung halten müssen. Das sei im Notfall ist kostbare Zeit – Langer könne das Ansinnen daher nicht mittragen und habe bereits Kritik vieler Bürger an der Idee vernommen.

Es gibt in den Fraktionen also noch einiges zu beraten. Am 23. November will der Sandes Verwaltungsausschuss entscheiden.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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