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NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Diebstahl: 22 Altkleider-Container aufgebrochen

30.01.2014

Jeverland Alte Pullover und Hemden, abgetragene Hosen oder aus der Mode gekommene Jacken und Schuhe: Säckeweise haben unbekannte Täter am Wochenende alte Kleidung aus Sammelcontainern des Deutschen Roten Kreuzes gestohlen. „In Schortens und Sande sind 22 Altkleidercontainer geöffnet und ausgeräumt worden“, berichtete Jeverlands DRK-Kreisgeschäftsführer, Gerd Carls, am Mittwoch. Schätzungsweise rund 400 Kilogramm Textilien haben die unbekannten Täter entwendet. Die Container, die nur mit einfachen Vorhängeschlössern vor unbefugter Leerung gesichert sind, seien Carls zufolge mit Nachschlüsseln geöffnet worden.

450 Euro pro Tonne

Mit Altkleidern lässt sich offenbar schnell Geld verdienen: 450 Euro sind pro Tonne zu erzielen. Gut erhaltene Textilien werden etwa in Secondhand-Läden und Internetshops verkauft, große Mengen an Textilien entweder als Kleidung oder Rohstoff auch weltweit versilbert.

Um an Textilien zu gelangen, stellen Unbekannte an öffentlichen Plätzen oder in Gewerbegebieten unbefugt eigene Container auf und suggerieren mit Aufklebern, dass die Kleiderspende für humanitäre Zwecke verwendet wird. Tatsächlich dienten die anonym aufgestellten Container nur der Bereicherung einzelner, kritisiert der DRK-Geschäftsführer.

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Immer öfter werden in jüngster Zeit Sammelcontainer gemeinnütziger Organisationen geöffnet oder aufgebrochen und die Kleiderspenden gestohlen, kürzlich erst in Wilhelmshaven, Wittmund und Varel (die NWZ  berichtete).

Das DRK Jeverland hat insgesamt 54 Kleidercontainer in Schortens, Jever, Sande und im Wangerland aufgestellt, die meist wöchentlich geleert werden. In den Altkleidercontainern im Jeverland werden jährlich bis zu 100 Tonnen gesammelt. Ein Teil der Kleiderspenden wird in der eigenen Kleiderkammer in Jever an Bedürftige weitergegeben. Der überwiegende Teil der Textilien wird Carls zufolge an die Verwertungsfirma Efiba in Bassum bei Bremen verkauft. Der Erlös fließe in die humanitäre Arbeit des DRK-Kreisverbands zurück – für die Arbeit der Sanitätsdienste zum Beispiel oder die Miete der Kleiderkammer, die an den Öffnungstagen jeweils rund 30 Personen aufsuchen.

Erster Ermittlungserfolg

Efiba wiederum führt die Kleiderspenden dem Verwertungskreislauf zu oder stattet Kleiderkammern für Katastrophengebiete aus. Textilien, die nicht mehr zu gebrauchen sind, werden zu Dämmmaterial, Putzlappen oder Fußmatten verarbeitet.

Einen Ermittlungserfolg konnte die Polizei im Zusammenhang mit dem Altkleiderraub im Januar vermelden: Nach Zeugenhinweisen zum Altkleiderdiebstahl in Varel wurde ein weißer Transporter mit Bremer Kennzeichen in Wiesmoor kontrolliert. Drei tatverdächtige Männer zwischen 34 und 37 Jahren wurden angetroffen, der Transporter war voller Altkleider.

DRK-Geschäftsführer Carls rät den Bürgern angesichts der Vorkommnisse, darauf zu achten, dass die Kleidercontainer ein Logo der Wohlfahrtsverbände tragen. Neben dem DRK sammelt im Jeverland zum Beispiel auch die DLRG Kleiderspenden, in anderen Regionen sind zudem Organisationen wie die Johanniter oder der Arbeiter-Samariterbund als Kleidersammler aktiv. Carls: „Nur über die Kleiderspende an diese gemeinnützigen Organisationen ist sichergestellt, dass die Kleiderspende der Bürger letztlich der Region wieder zugute kommt“. Bei Bedarf holt das DRK die Kleiderspende auch bei den Bürgern zu Hause ab, so Carls.


     www.drk-jeverland.de 

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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