• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Friesland Blaulicht

Syrer muss für sieben Jahre ins Gefängnis

22.11.2017

Schortens /Oldenburg Weil er seine 16 Jahre alte „Ehefrau“ mehrmals vergewaltigt und geschlagen haben soll, ist am Dienstag vor dem Landgericht Oldenburg ein 27 Jahre alter Mann zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Telefonisch verheiratet

Der syrische Flüchtling, der in Schortens lebt, soll die 16-jährige Deutsche nach islamischen Recht geheiratet haben – und zwar am Telefon. Ein Imam soll bei der 16-Jährigen angerufen und im Beisein von Zeugen die Heirat zwischen dem 27 Jahre alten Angeklagten und der 16-Jährigen vollzogen haben.

Ganz offenkundig war die 16-Jährige damit einverstanden. Was das aber bedeutete, das dürfte das Mädchen aus Schortens nicht geahnt haben. Den Feststellungen vor Gericht zufolge soll es zu Vergewaltigungen und schweren Körperverletzungen gekommen sein, wenn das Mädchen ungehorsam war.

Zum Beispiel nach einem von ihrem Mann nicht erlaubten Discobesuch mit Freundinnen. Laut Anklage soll der 27-Jährige danach so wuchtig mit einem Metallrohr auf die Arme und Beine der 16-Jährigen geschlagen haben, dass das Rohr zerbrach.

Unter dem Vorwand, nun doch endlich in die „Scheidung“ einwilligen zu wollen, soll der Angeklagte in der Wohnung eines Freundes die 16-Jährige erneut vergewaltigt haben. Bezüglich dieses Falles ging die Kammer von einer besonders schweren Vergewaltigung aus.

Mit Messer bedroht

Der Angeklagte hatte das Mädchen mit einem Messer bedroht und damit gedroht, ihr das Messer ins Herz zu stoßen, falls sie nicht gefügig sei. Während der ganzen Zeit der Beziehung war es den Feststellungen zufolge immer wieder zu massiven Bedrohungen gekommen.

Der Angeklagte leitete aus dem Umstand, dass er mit der 16-Jährigen nach islamischen Recht verheiratet war, besondere Rechte ab. Es könne dahinstehen, ob die Heirat am Telefon wirksam gewesen sei oder nicht, sagte der Vorsitzende Richter Horst Kießler. Nach deutschem Recht sei das belanglos.

Weitere Nachrichten:

Landgericht Oldenburg